Datum25.06.2026 08:44
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Exportaussichten der deutschen Wirtschaft hellen sich leicht auf, mit einem Anstieg des Ifo-Exportindikators auf -3,7 Punkte. Trotzdem bleiben Exporteure angesichts geopolitischer Unsicherheit und starker internationaler Konkurrenz skeptisch. Die Elektroindustrie und Getränkehersteller sind optimistisch, während die Automobilindustrie die schlechtesten Aussichten hat. Die chemische Industrie zeigt eine spürbare Verbesserung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Konjunktur“. Lesen Sie jetzt „Ifo: Bessere Aussichten für den Export“. Die Exportaussichten für die deutsche Wirtschaft haben sich etwas aufgehellt. Nach drei Rückgängen in Folge stieg der Indikator des Münchner Ifo-Instituts im Juni von minus 5,6 auf minus 3,7 Punkte. Experte Klaus Wohlrabe bewertet die Entwicklung zurückhaltend: "Die Exporteure sind noch skeptisch, ob die geopolitische Unsicherheit nachhaltig abnimmt", sagte er. "Zudem ist die internationale Konkurrenz weiterhin stark." Je nach Branche gibt es derzeit sehr große Unterschiede. So ist die Elektroindustrie optimistisch und rechnet mit einem deutlichen Anstieg ihrer Exporte. Bei den Getränkeherstellern ist der Blick aufs Auslandsgeschäft mit plus 18,1 Punkten am optimistischsten, die Branche ist allerdings keines der Schwergewichte der deutschen Exportwirtschaft. Der Maschinenbau zählt zu dieser Gruppe, liegt mit minus 3,4 Punkten aber nur minimal über dem Durchschnitt. Die Chemische Industrie ist mit minus 4,8 Punkten zwar unterdurchschnittlich, hat sich aber im Vergleich zum Mai um mehr als 10 Punkte verbessert und den Einbruch im Vormonat weitgehend ausgeglichen. Besonders schlecht sind die Aussichten für die wichtige Autoindustrie mit minus 17,9 Punkten. Hier hat sich die Stimmung zudem um 2,8 Punkte verschlechtert. Nur im Papiergewerbe sind die Aussichten mit minus 21,5 Punkten noch schlechter. © dpa-infocom, dpa:260625-930-279592/1