Datum24.11.2025 12:23
Quellewww.spiegel.de
TLDRBarbra Streisand bedauert, das Klimt-Gemälde "Ria Munk auf dem Totenbett" verkauft zu haben, nachdem sie es 1969 für 17.000 US-Dollar erwarb. In einem Instagram-Beitrag erklärt die 83-jährige Künstlerin, dass sie es heute bereue, sich von Kunst zu trennen, die sie liebt. Dies steht im Kontrast zu ihrem Interesse an anderen Kunstwerken. Der Verkauf fand statt, als sie Interesse an der Arts-and-Crafts-Bewegung und Frank Lloyd Wright entwickelte. Klimts Werke erzielen heute Höchstpreise bei Auktionen.
Inhalt"Man sollte niemals Kunst verkaufen, die man liebt": An diesen Leitspruch ihrer Assistentin hielt sich Barbra Streisand offenbar nicht. Dass sie ein Bild von Gustav Klimt veräußert hat, frustriere sie bis heute. Sängerin und Schauspielerin Barbra Streisand, 83, gilt als Kunstliebhaberin. Und wie es sich für eine solche gehört, kauft und verkauft sie regelmäßig neue Gemälde. In mindestens einem Fall bedauert sie aber, sich von einem Kunstwerk getrennt zu haben. "Wie sehr bereue ich es, sie verkauft zu haben", schreibt Streisand in einem Instagram-Post über ein Gemälde des österreichischen Malers Gustav Klimt. Das Bild trägt den Titel "Ria Munk auf dem Totenbett" und zeigt die Österreicherin Maria "Ria" Munk, die 1911 Suizid beging. Auf dem Instagram-Foto sitzt Streisand auf einem Sofa, neben ihr steht das Gemälde. Auch zwei Werke von Egon Schiele sind zu sehen. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Sie habe das Bild im Jahr 1969 für 17.000 US-Dollar gekauft, schreibt Streisand. Das sei ihr "damals wie eine Menge Geld" vorgekommen. Knapp 30 Jahre später habe sie das Gemälde aber abgegeben – offenbar, um in andere Kunst zu investieren: Sie habe begonnen, sich für den US-amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright und die Arts-and-Crafts-Bewegung zu interessieren. Wie viel sie für das Gemälde bekommen hat, verrät sie nicht. Heute wäre es aber vermutlich sehr viel mehr wert. Kürzlich ist Klimts "Bildnis Elisabeth Lederer" im Auktionshaus Sotheby's für 236,4 Millionen Dollar (rund 204 Millionen Euro) versteigert worden. Damit ist es das teuerste je versteigerte Werk in der Unternehmensgeschichte von Sotheby's. Das Foto, das Streisand mit "Ria Munk auf dem Totenbett" zeigt, stammt ihr zufolge aus einem Buch ihrer Assistentin. Darin seien Fotos von Kunst zusammengetragen, die Streisand "geliebt und verkauft" hat. Es trägt den Titel: "Man sollte niemals Kunst verkaufen, die man liebt." Das "Bildnis Elisabeth Lederer" ist nur das zweitteuerste Kunstwerk der Welt. Auf Platz eins landet ein Gemälde, dessen Urheberschaft nicht eindeutig geklärt ist. Mehr dazu lesen Sie hier.