Datum25.06.2026 02:57
Quellewww.spiegel.de
TLDRZwei heftige Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 erschütterten Venezuela, mit schweren Schäden in Caracas und anderen Städten. Die US-Erdbebenwarte USGS gab "roten Alarm" aus und befürchtet tausende bis über hunderttausend Tote. Zahlreiche Gebäude und der Flughafen von Caracas wurden beschädigt. Die Beben ereigneten sich an einem Feiertag, viele Menschen waren zu Hause. Der Innenminister rief zur Evakuierung auf; eine Tsunamiwarnung wurde aufgehoben.
InhaltNach zwei heftigen Beben in Venezuela zeigen Videos Schäden an Gebäuden und am Flughafen der Hauptstadt Caracas. Laut der US-Erdbebenwarte USGS sind viele Opfer zu befürchten. Innerhalb von weniger als einer Minute haben zwei sehr starke Erdbeben Venezuela erschüttert. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke der Erschütterungen mit 7,2 und 7,5 an. Demnach zählten die Erdbeben zu den weltweit stärksten des laufenden Jahres. Das zweite und stärkere Beben ereignete sich demnach in einer Tiefe von nur 10 Kilometern. Der USGS kennzeichnete beide Beben mit einem "roten Alarm". Dies bedeutet, dass mit großen Schäden und vielen Opfern zu rechnen ist . Die auf statistischen Modellen beruhende erste Prognose prognostiziert Tausende bis mehr als Hunderttausend Tote. Die Beben waren auch in der Hauptstadt Caracas zu spüren. In sozialen Netzwerken kursierten Videos von beschädigten Gebäuden und Schäden unter anderem am Flughafen von Caracas. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. "Wir haben es mit einer äußerst alarmierenden Situation zu tun", sagte Innenminister Diosdado Cabello im Fernsehen. Einige Gebäude seien eingestürzt. Er rief die Menschen dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Die Beben ereigneten sich an einem gesetzlichen Feiertag zur Unabhängigkeit des Landes, weshalb sich viele Venezolaner in ihren Häusern aufhielten. Aufnahmen zeigten Rettungskräfte, die bei Einbruch der Dunkelheit in die Trümmer stiegen. In Caracas flohen viele Menschen Augenzeugen zufolge nach dem Beben auf die Straße. Zudem soll es weitreichende Strom- und Internetausfälle geben. Nach schweren Erdbeben seien normalerweise Nachbeben zu erwarten, die bereits beschädigte Gebäude zum Einsturz bringen könnten, warnte der Minister. Um Explosionen zu verhindern, hätten die Behörden angeordnet, die Gaszufuhr zu unterbrechen. Das Epizentrum des ersten Bebens am Mittwoch um 18:04 Uhr (Ortszeit; 00:04 MESZ Donnerstag) lag den Angaben zufolge 24 Kilometer östlich von San Felipe entfernt im Nordwesten des südamerikanischen Landes in einer Tiefe von 21,9 Kilometern. Das zweite Erbeben ereignete nur wenige Kilometer weiter nördlich. Allein in den relativ nahen Städten Puerto Cabello und San Felipe leben nach USGS-Angaben zusammen etwas mehr als 400.000 Menschen. Angaben zur Höhe der Schäden und zu Opferzahlen lagen zunächst nicht vor. Das US-Tsunami-Warnzentrum gab zunächst eine Warnung für Puerto Rico, die Jungferninseln sowie die vor der Küste Venezuelas gelegenen Inseln Aruba, Curaçao und Bonaire heraus. Diese wurde jedoch nach etwa einer Stunde wieder aufgehoben.