Garching bei München: Brandanschläge auf Strommasten – Provisorium bleibt ein Jahr

Datum24.06.2026 17:05

Quellewww.zeit.de

TLDRNach Brandanschlägen auf zwei Hochspannungsmasten bei Garching bleibt ein provisorisches Ersatzsystem mindestens ein Jahr in Betrieb. Die ursprünglichen Anlagenteile wurden stark beschädigt. Auch der nahegelegene Radschnellweg wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Täter, die Ende Mai rund 15.000 Haushalte kurzzeitig ohne Strom ließen, sind unbekannt. Eine politische Motivation wird vermutet, die bayerische Extremismus- und Terrorismusbekämpfungsstelle ermittelt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Garching bei München“. Lesen Sie jetzt „Brandanschläge auf Strommasten – Provisorium bleibt ein Jahr“. Nach den Brandanschlägen auf zwei Hochspannungsmasten bei Garching ist ein Provisorium errichtet worden, das wohl mindestens ein Jahr in Betrieb bleiben wird. Wesentliche Anlagenteile seien so stark beschädigt worden, dass eine kurzfristige Wiederherstellung der ursprünglichen Struktur nicht möglich sei, teilte die Stadt mit. Der Rückbau des Provisoriums, das die Versorgungssicherheit wiederherstellen solle, könne erst nach vollständiger Instandsetzung der endgültigen Anlage erfolgen. Bei den Anschlägen sei der im Bereich der Anlage verlaufende Radschnellweg beschädigt worden. Auf einer Länge von etwa 30 Metern müssten Radfahrerinnen und -fahrer zeitweise auf den Fußweg ausweichen und Rücksicht nehmen, teilte die Stadt weiter mit. Unbekannte hatten Ende Mai die Masten nahe München in Brand gesetzt. Rund 15.000 Haushalte in mehreren Gemeinden waren nach Angaben des Netzbetreibers Bayernwerk etwa 45 Minuten ohne Strom. Die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus übernahm die Ermittlungen - aufgrund von Tatobjekt und Vorgehensweise sei von einer politischen Motivation auszugehen, hieß es. © dpa-infocom, dpa:260624-930-276875/1