Datum24.06.2026 17:03
Quellewww.spiegel.de
TLDRAnlässlich der Eröffnung des Obama Presidential Center in ihrer Heimatstadt Chicago äußern sich Michelle und Barack Obama positiv über ihre Beziehung. Sie beschreiben ihre Partnerschaft als gegenseitige Stütze und betonen, dass keiner von beiden jemals aufgeben wollte. Ein gemeinsames Interview widerlegt damit jüngste Spekulationen über eine Ehekrise und zeigt ihre Verbundenheit.
InhaltIn einem gemeinsamen Interview klingen der frühere US-Präsident und die einstige First Lady nicht nach Krise. Ist das die Magie ihrer Heimatstadt Chicago? Eine Rückkehr in die Heimatstadt sorgt bei vielen Menschen für einen nostalgischen Blick in die Vergangenheit, offenbar auch bei Michelle Obama, 62, und Barack Obama, 64. Am 19. Juni eröffnete in der South Side von Chicago das Obama Presidential Center. Der Ort, der Museum, Schulungsstätte und Freizeitpark ist, steht dort, wo sich Michelle und Barack vor 37 Jahren verliebten. "Ich weiß nicht, ob es eine gleichberechtigte Partnerschaft war", sagt der frühere US-Präsident nun in einem gemeinsamen Interview der Obamas mit dem US-Magazin "People" anlässlich der Eröffnung des Obama Presidential Center. Er habe mehr davon gehabt als sie, sagt er neben ihr auf einem Sofa sitzend, seine Ehefrau habe möglicherweise gemischte Gefühle. Noch im vergangenen Jahr hätte so ein Satz wohl die Gerüchte um eine Ehekrise befeuert wie Benzin. Nachdem Michelle Obama sowohl beim Staatsbegräbnis von Ex-Präsident Jimmy Carter als auch bei der Amtseinführung von Donald Trump fehlte, spekulierten viele über eine Krise bei den Obamas. Hatten die acht Jahre im Weißen Haus doch mehr Spuren hinterlassen, als man dachte? Nun klingt Michelle Obama jedoch so: Sie sei stolz, wie ihr Mann seine Rolle ausgefüllt habe und sich jeden Tag reinhänge. "Wir sind das Gegengewicht des anderen". Kann so Krise klingen? Schon im vergangenen Jahr hatte die frühere First Lady sich ernst, aber bestimmt zu den Gerüchten geäußert. "Es ist auch für uns schwer, aber ich würde es nicht missen wollen", sagte sie damals im Podcast "The Diary of a CEO". Viele Menschen würden zu schnell aufgeben. "Das Schöne an meinem Mann und unserer Partnerschaft ist, dass keiner von uns jemals wirklich aufgeben wollte, denn so sind wir nicht", sagte sie. "Ich weiß das über ihn, er weiß das über mich." Zurück in Chicago schwärmen die Obamas im "People"-Interview fast wieder voneinander. "Er hat mich dazu gebracht, über den Tellerrand hinauszuschauen", sagt sie. "Er hat mir Mut gegeben." "Und sie gibt mir Bodenhaftung und Halt", antwortet er. Vielleicht hilft es also nach mehr als drei Jahrzehnten Ehe mal wieder einen Ort zu besuchen, der nur wenige Meilen von dort entfernt ist, wo man sich zum ersten Mal auf dem Bordstein geküsst hat. Dort sei inzwischen eine Plakette angebracht, verrät Barack Obama. Von wem sie stamme, wisse er aber nicht. Gegner verspotten den grauen Turm als "Klingonen-Gefängnis": Doch das Obama Presidential Center zeigt, wie frei und cool Amerika einmal war. Highlight: das Oval Office ohne Goldkitsch – und Obamas Agenda mit 46 Punkten. Mehr über Obamas letzte Bastion lesen Sie hier .