Extremwetter: Hamburger Halbmarathon wegen Hitze abgesagt

Datum24.06.2026 16:58

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Hamburger Halbmarathon am 28. Juni 2026 wurde wegen prognostizierter Höchsttemperaturen von 37 Grad Celsius abgesagt. Die Sicherheit der 24.000 gemeldeten Läufer hatte Vorrang. Trotz der schweren Entscheidung des Veranstalters wird die Absage als vernünftig betrachtet, insbesondere nach früheren Vorfällen mit gestürzten Läufern, darunter ein Todesfall im Jahr 2025 bei milderen Temperaturen.

InhaltWegen erwarteter Höchsttemperaturen von 37 Grad findet der Hamburger Halbmarathon am Sonntag nicht statt. 24.000 Läuferinnen und Läufer waren für das Event angemeldet. Der für kommenden Sonntag angesetzte Hamburger Halbmarathon wird wegen der erwarteten extremen Hitze abgesagt. "Nach sorgfältiger Analyse der aktuellen Wetterlage sowie intensiven Gesprächen mit Expertinnen und Experten, den zuständigen Behörden und unseren Partnern sind wir zu dem Entschluss gekommen, den 32. hella hamburg halbmarathon leider nicht wie geplant am 28. Juni 2026 durchzuführen", sagt Steven Richter, Geschäftsführer des Veranstalters "BMS Die Laufgesellschaft mbH", der ZEIT. "Auch wenn uns diese Entscheidung außerordentlich schwergefallen ist, sind wir überzeugt, dass sie im Sinne der Sicherheit aller Beteiligten getroffen werden musste." Der Halbmarathon hätte am Sonntag, den 28. Juni in den Straßen Hamburgs stattfinden sollen. 24.000 Läuferinnen und Läufer hatten sich für das Großevent angemeldet. Wetterexperten prognostizieren für das Wochenende Temperaturen von bis zu 37 Grad Celsius in der Hansestadt. Bereits in den Tagen zuvor hatte es Gespräch und interne Runden zwischen der Innenbehörden und der Sportbehörde, dem Veranstalter und dem Bezirksamt Hamburg-Mitte gegeben. Noch am Mittwochvormittag sagte ein Sprecher des Veranstalters, man plane, sieben Wasserstationen für die Läuferinnen und Läufer aufzubauen. Nun überwogen offenbar doch die Sorgen im Team. Beim letzten Halbmarathon in Hamburg im Jahr 2025 waren zwei Sportler am Streckenrand reanimiert worden. Ein 26 Jahre alter Teilnehmer starb an einer Kopfverletzung, die er sich nach seinem Zusammenbruch zugezogen hatte. Damals fand der Lauf bei bis zu 25 Grad statt, es war sehr schwül. Der Leiter des zuständigen Bezirks Hamburg-Mitte Ralf Neubauer sprach von einer sehr vernünftigen Entscheidung. "Bei diesen Temperaturen gilt es unnötige Risiken unbedingt zu vermeiden", sagt er der ZEIT.