Datum24.06.2026 15:50
Quellewww.zeit.de
TLDRNach dem grausamen Fund einer Babyleiche in Renningen steht die 32-jährige Mutter unter Verdacht. Die Polizei ermittelt wegen Vortäuschens einer Straftat, da keine Hinweise auf eine Entführung gefunden wurden. Die Identität des drei Monate alten Jungen ist durch DNA-Abgleich bestätigt. Die Todesursache bleibt unklar, die Ermittlungen dauern an. Ein 3D-Modell des Fundorts soll den Tathergang rekonstruieren helfen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Grausamer Fund in Renningen“. Lesen Sie jetzt „Fund von Babyleiche: Legte die Mutter den toten Säugling ab?“. Überraschende Wende nach dem Fund der Babyleiche in Renningen bei Stuttgart: Nun wird die Mutter des Säuglings verdächtigt, ihr eigenes drei Monate altes Kind selbst abgelegt und eine Entführung lediglich vorgetäuscht zu haben. "Im Zuge der bisherigen Ermittlungen konnten keinerlei Hinweise auf eine Entführung des Säuglings erlangt werden", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. "Vielmehr wird nun gegen die 32-jährige Mutter des Kindes wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat ermittelt." Zweifelsfrei geklärt ist laut Polizei inzwischen, dass es sich bei dem gefundenen toten Jungen um das zwischenzeitlich vermisst gemeldete Baby handelt. Es sei durch einen DNA-Abgleich identifiziert worden, hieß es. Unklar bleibt allerdings auch weiterhin, wie der Junge starb. Wurde er getötet? "Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei dauern an", teilten die Ermittler mit. Nun versuchen die 13 Experten in der Ermittlungsgruppe "Wagen" Antworten auf die noch offenen Fragen zu finden. Das tote Kind war am Freitag nach einer stundenlangen Suchaktion entdeckt worden. Die Mutter hatte ausgesagt, das Baby sei am späten Abend in einem unbeaufsichtigten Moment aus seinem Kinderwagen verschwunden. Lange Zeit war danach unklar, wo das Kind sein könnte. Mit Hilfe von speziellen Vermessungen am Fundort der Leiche haben Experten des Landeskriminalamts zuletzt nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein dreidimensionales Modell erstellt. Dadurch können sich mögliche Abläufe rekonstruieren lassen. Zudem werden mehrere Zeugenhinweise ausgewertet. Polizei und Staatsanwaltschaft machen bislang keine Angaben dazu, ob sich die nun verdächtigte Mutter zum Verschwinden des Kindes äußert. © dpa-infocom, dpa:260624-930-276135/2