Ab Ende Juni in Kraft: Neuer Mietspiegel in Potsdam vorgestellt

Datum24.06.2026 13:19

Quellewww.zeit.de

TLDRAb dem 25. Juni gilt in Potsdam ein neuer Mietspiegel, der für rund 75.000 Mietparteien relevant ist. Dieses Instrument bietet Rechtssicherheit für Mieter und Vermieter und berücksichtigt stärker energetische Aspekte von Wohnungen. Kritisiert wird, dass die Mieten in Wachstumsgebieten hoch sind und nur Sozialwohnungen bezahlbar bleiben. Grundlage bilden Daten von 36.000 Wohnungen aus den letzten sechs Jahren.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ab Ende Juni in Kraft“. Lesen Sie jetzt „Neuer Mietspiegel in Potsdam vorgestellt“. Mieter und Vermieter in Potsdam können sich bald an einem neuen Mietspiegel orientieren. Am 25. Juni trete die inzwischen elfte Ausgabe in Kraft, hieß es von der Stadtverwaltung. "Alle beteiligten Interessenvertreterinnen und -vertreter der Mieter- und Vermieterseite haben den Mietspiegel 2026 bereits anerkannt." Auf die neuen Mietrichtwerte können sich in der Landeshauptstadt etwa 75.000 Miethaushalte beziehen. "Der neue Mietspiegel ist ein verlässliches Instrument zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmieten", erklärte Holger Catenhusen vom Mieterverein Potsdam. Das Zahlenwerk schaffe sowohl für Mieter als auch Vermieter Rechtssicherheit. Im Vergleich zu den bisherigen Auflagen des Mietspiegels werde nun stärker mit Blick auf die energetische Situation der Wohnungen ausdifferenziert. Das verdeutliche, dass es in mehreren Baualtersklassen einen sichtbaren Zusammenhang zwischen der energetischen Qualität einer Wohnung und ihrem Mietpreis gibt. "Überall, wo Potsdam wächst, ist es sehr teuer. Lediglich Sozialwohnungen – deren Mieten fließen jedoch nicht in den Mietspiegel ein – sind im Neubaubereich für viele Mieter noch erschwinglich", beklagte Catenhusen. Die Hauseigentümervereine hielten dagegen, dass die Mieten deutlich langsamer als "Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baukosten" steigen würden.  Grundlage für den Mietspiegel sind die Daten von insgesamt rund 36.000 Wohnungen im gesamten Stadtgebiet, in denen innerhalb der letzten sechs Jahre entweder neue Mietverträge abgeschlossen oder die Miete erhöht wurde. Aus ihm lässt sich die "ortsübliche Vergleichsmiete" für die Mehrzahl der Potsdamer Wohnungen ableiten. Der Mietspiegel kann die rechtliche Grundlage zur Anpassung der Miete durch Vermieter, aber auch zur Prüfung durch Mieter bilden. © dpa-infocom, dpa:260624-930-274938/1