Nachrichtenpodcast: Kommt ein Social-Media-Verbot für Jugendliche auch in Deutschland?

Datum24.06.2026 06:00

Quellewww.zeit.de

TLDREine Expertenkommission empfiehlt Einschränkungen für Social-Media-Nutzung von Jugendlichen in Deutschland, da Risiken für die psychische Gesundheit und problematische Inhalte bestehen. Zwei Drittel der Deutschen befürworten ein Verbot für unter 14-Jährige. Parallel plant Frankreich Drogentests für Minister und Staatsbedienstete im Kampf gegen Drogen, was jedoch auch auf Kritik stößt.

InhaltEine Expertenkommission legt Empfehlungen zu Social Media für Kinder und Jugendliche vor. Was spräche für eine Altersgrenze? Und: Drogentests für Frankreichs Minister Schadet Social Media mehr als es nützt? Eine von Bundesjugendministerin Karin Prien (CDU) eingesetzte Expertenkommission stellt ihre Empfehlungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in sozialen Medien vor. Die Kommission hat neun Monate lang beraten, ob und welche Einschränkungen für die Nutzung von Plattformen wie Instagram, TikTok oder Snapchat sinnvoll sein könnten. Hintergrund ist die anhaltende Debatte über die Auswirkungen sozialer Medien auf junge Menschen. Fachleute warnen vor Risiken für die psychische Gesundheit, problematischen Körperbildern, Desinformation, Gewaltinhalten, Pornografie und Mobbing. Kinderschutzorganisationen verweisen dagegen auf das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Teilhabe und Informationsfreiheit. Laut einer aktuellen Umfrage befürworten rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige. Wie stark Social Media verändert hat, wie Jugendliche heute aufwachsen, erläutert Martin Spiewak, Redakteur im Bildungsressort der ZEIT. Frankreichs Regierung möchte den Kampf gegen Drogenkonsum und Drogenhandel verschärfen. Premierminister Sébastien Lecornu kündigte eine Kampagne an, die sowohl strengere Strafen für Konsumenten als auch Drogentests für Minister, deren engste Mitarbeiter sowie weitere hohe Staatsbedienstete vorsieht. Lecornu argumentiert, Konsumenten trügen Mitverantwortung für den Drogenhandel und dessen Folgen. Die geplanten Tests stießen jedoch auch auf Kritik. Gegner werfen dem Premier vor, seine eigenen Mitarbeiter unter Generalverdacht zu stellen und deren Privatsphäre zu verletzen. Lecornu verteidigte die Entscheidung mit dem Argument, Personen in verantwortungsvollen Staatsämtern müssten mit gutem Beispiel vorangehen. Der Frankreich-Korrespondent der ZEIT, Matthias Krupa, erklärt, ob das mehr als Symbolpolitik ist.  Und sonst so? Keine Pommes mehr im Bordbistro! Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Christina Felschen, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.