Datum24.06.2026 04:30
Quellewww.zeit.de
TLDRTropennächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt, nehmen in Nordrhein-Westfalen zu. Dies betrifft vor allem städtische Gebiete. Laut Klimaatlas NRW stieg die durchschnittliche Anzahl von 0,2 Tropennächten pro Jahr (1951-1980) auf 0,7 (1991-2020). Aktuelle Prognosen deuten auf weitere Tropennächte hin, insbesondere in dicht besiedelten Innenstädten wie Köln und Aachen, wo bereits überdurchschnittlich viele solche Nächte gemessen wurden.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Klimaatlas“. Lesen Sie jetzt „Tropennächte werden in Nordrhein-Westfalen häufiger“. Sogenannte Tropennächte, in denen es sich nicht unter 20 Grad abkühlt, werden in Nordrhein-Westfalen immer häufiger. Das teilt das Landesumweltministerium mit Blick auf die zur Zeit andauernde Hitzewelle mit. Von nächtlichen Hitzebelastungen betroffen seien dabei vor allem Städte, wo viele Menschen auf engem Raum leben. Laut Deutschen Wetterdienst werden ab der Nacht zu Donnerstag mancherorts nächtliche Temperaturen von 20 Grad und mehr erwartet. Besonders warm bleibt es dann den derzeitigen Prognosen zufolge in der Nacht zum Samstag. Weite Teile Nordrhein-Westfalens müssten sich dann auf eine Tropennacht einstellen, mancherorts könnten die Tiefstwerte sogar bei 24 Grad liegen. Nach Daten des Klimaatlas NRW, auf die sich das Umweltministerium beruft, ist die Zahl der Tropennächte in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: Gab es in den Jahrzehnten zwischen 1951 und 1980 noch 0,2 Tropennächte pro Jahr, waren es in der Referenzperiode von 1991 bis 2020 bereits 0,7 Nächte. Besonders betroffen seien dicht bebaute Innenstädte. So wurden für eine Messestation in Köln (Turiner Straße) zwischen 2021 und 2024 im Mittel 20 Tropennächte registriert. In Aachen-Wilhelmsstraße wurden im selben Zeitraum durchschnittlich zwölf Tropennächte pro Jahr gemessen. © dpa-infocom, dpa:260624-930-272312/1