Datum24.06.2026 01:50
Quellewww.zeit.de
TLDRNach einem bundesweiten Ausfall durch eine Funkstörung des digitalen Bahnfunk GSM-R sind die ersten Züge in NRW wieder gerollt. Die Störung wurde nach über zwei Stunden behoben, aber Reisende müssen noch mit erheblichen Verspätungen und Ausfällen rechnen. Die Ursache der Störung wurde identifiziert, Details sind jedoch nicht bekannt. Geduld war bei den Fahrgästen gefragt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bahnverkehr“. Lesen Sie jetzt „Erste Züge rollen in NRW wieder - Probleme bis in den Morgen“. Mehr als zwei Stunden totaler Stillstand, dann sind allererste Züge der Deutschen Bahn nach dem bundesweiten Ausfall auch in Nordrhein-Westfalen wieder losgefahren. Eine Funkstörung hat laut Deutscher Bundesbahn den Verkehr gegen 22.30 Uhr bundesweit vollständig lahmgelegt. Dann hieß es deutlich nach Mitternacht, die Störung sei deutschlandweit behoben. "Der Verkehr läuft nun Schritt für Schritt wieder an", sagte ein Sprecher in der Nacht der Deutschen Presse-Agentur. Am Kölner Hauptbahnhof starteten kurz vor 01.00 Uhr ein ICE nach Münster und eine Regionalbahn, wie dpa-Reporter berichteten. Betroffen waren in NRW auch S-Bahnen. Der Zugbetrieb werde bundesweit wieder aufgenommen, meldete auch die Regionalseite der DB für NRW. "Bis sich der Bahnverkehr wieder normalisiert hat, wird es jedoch noch einige Zeit dauern." Weiter hieß es in der Nacht: "Bitte rechnen Sie noch mit hohen Verspätungen, Teilausfällen und Ausfällen." Es sei aber geplant, "zum Betriebsstart den Verkehr nach Möglichkeit wieder störungsfrei bereitzustellen." Der Bahnverkehr war am wegen einer Funkstörung eingestellt worden. Laut DB-Sprecher war der digitale Bahnfunk GSM-R gestört. IT-Experten der DB hatten nach Angaben des Konzerns pausenlos an einer Entstörung gearbeitet - und konnten die Störung dann auch laut Deutscher Bahn "innerhalb kurzer Zeit" beheben. Man habe die Ursache der Störung identifiziert. Genauere Informationen dazu gab es aber zunächst nicht. Bei den Reisenden war auch in NRW viel Geduld gefragt. Züge wurden an den Bahnhöfen zurückgehalten, totaler Stopp. Es bildeten sich immer längere Warteschlangen vor den Infoständen an größeren Bahnhöfen. "Das ist mal wieder typisch Deutsche Bahn", meinte ein Fahrgast verärgert am Kölner Hauptbahnhof. Andere zeigen sich geduldig. Einige Bahnsteige waren menschenleer, an anderen saßen Reisende in Zügen fest, die wegen der Störung nicht weiterkamen. Am Duisburger Hbf war die Information zwischenzeitlich so überlastet, dass Sicherheitskräfte einspringen mussten und mithalfen, über die Störung zu informieren. Eine Zugführerin sagte durch, dass erst mal nichts mehr gehen werde. Die Leute sollten den Zug verlassen. Manche Reisende versuchten offenbar auch auf Taxis auszuweichen. So waren etwa am Hauptbahnhof in Duisburg binnen kurzer Zeit vor Mitternacht alle Wagen belegt. © dpa-infocom, dpa:260623-930-271953/1