Fußballweltmeisterschaft: USA lockern Visaregeln für iranisches Nationalteam

Datum23.06.2026 23:51

Quellewww.zeit.de

TLDRAufgrund einer Visa-Erleichterung der USA darf die iranische Fußballnationalmannschaft nun früher zu ihren WM-Spielen einreisen. Sie muss das Land jedoch weiterhin am Spieltag verlassen. Diese Änderung für das Spiel gegen Ägypten in Seattle ermöglicht eine Anreise zwei Tage vorab, im Gegensatz zu den ersten beiden Spielen. Die Beschränkungen waren politisch motiviert und wurden trotz Kritik teils als Bevorzugung des iranischen Teams kritisiert, da andere Mitglieder keine Visa erhalten haben.

InhaltDie iranischen Fußballprofis können nach einer Visaentscheidung nun früher zu ihren WM-Spielen anreisen. Die USA verlassen müssen sie jedoch noch am Spieltag. Die US-Regierung hat die Reisebeschränkungen für die iranische Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft gelockert. Für das Gruppenspiel gegen Ägypten in Seattle dürfe die Mannschaft bereits zwei Tage vor der Partie in die USA einreisen, teilte das Heimatschutzministerium mit. Bei den ersten beiden WM-Partien in Los Angeles war dem Team die Einreise nach US-Medienberichten erst frühestens 24 Stunden vor dem Anpfiff gestattet worden. An der Pflicht zur sofortigen Ausreise nach dem Spiel hält die Regierung fest. "Die iranische Mannschaft wird weiterhin verpflichtet sein, das Land am Tag des Spiels zu verlassen", sagte ein Heimatschutzsprecher. Die übrigen Sicherheitsvorkehrungen blieben unverändert. "Wir setzen uns weiterhin dafür ein, ein möglichst sicheres Turnier für Spieler, Betreuer und Fans gleichermaßen zu gewährleisten" Der iranische Trainer Amir Ghalenoei hatte bereits mitgeteilt, dass seine Mannschaft im dritten Gruppenspiel in Seattle die Reisepläne erstmals selbst festlegen könne. Für die ersten beiden Spiele habe das Team wegen der Vorgaben teils weniger als 16 Stunden vor dem Anpfiff vor Ort gehabt. "Diese Einschränkungen haben es sehr schwierig gemacht für uns", sagte er. Die Auflagen waren vor dem Hintergrund des Irankriegs eingeführt worden, in dem sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen geeinigt haben. Iranische Verbandsvertreter kritisierten die Maßnahmen als Benachteiligung und beklagten zudem, dass mehrere Betreuer und Funktionäre keine US-Visa erhalten hätten.