Datum23.06.2026 20:33
Quellewww.zeit.de
TLDRDas "L.A. Jordan" in Deidesheim hat als Neuzugang die höchste Auszeichnung des Guide Michelin erhalten und ist nun ein Drei-Sterne-Restaurant. Küchenchef Daniel Schimkowitsch überzeugte die Inspektoren mit seiner klaren, kreativen Küche, die höchste Produktqualität mit harmonischen Kombinationen vereint. Diese Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung ländlicher Regionen in der aktuellen Gastronomieszene. Insgesamt gibt es bundesweit zwölf Drei-Sterne-Restaurants.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sterneköche“. Lesen Sie jetzt „Restaurant in Deidesheim steigt in Drei-Sterne-Liga auf“. Ein Restaurant im pfälzischen Deidesheim hat es ganz an die Spitze geschafft: Mit dem "L.A. Jordan" rückt ein neues Restaurant in die Top-Liga der Drei-Sterne-Restaurants auf. Das geht aus der aktuellen Ausgabe des Restaurantführers "Guide Michelin" hervor, die am Dienstagabend in Frankfurt präsentiert wurde. "Während es in den vergangenen Jahren die Metropolen waren, die mit Neuzugängen in der Top-Liga von sich reden machten, steht in der Selektion 2026 eine ländliche Region im Mittelpunkt", hieß es über den Senkrechtstarter der Gastroszene. "Auf dem Anwesen des ehemaligen Bassermann-Jordan-Weinguts schafft Daniel Schimkowitsch mit seiner reduzierten kreativen Küche den Sprung von zwei auf drei Sterne." Das Urteil der Inspektoren ist das "absolutes Top-Niveau! Die Küche besticht mit einer wunderbaren Klarheit, die allerbeste Produkte perfekt in Szene setzt – mit spannenden und harmonischen Kombinationen." Die Tester loben vor allem die "finessenreiche, elegante und überaus aromatische" Zubereitung von Fisch und Meeresfrüchten. Dazu kämen eine umfangreiche Weinkarte mit fachlich fundierter Beratung und ein ausgezeichneter Service. "Ich bin platt", sagte Küchenchef Daniel Schimkowitsch nach der Bekanntgabe. In der Pfalz habe sich eine unfassbar tolle Community entwickelt, mit den jungen Winzern und den Traditionshäusern. Unter den 20 Restaurants, die neu mit einem Stern ausgezeichnet wurden, ist das "Dopamin" in Saarburg. Küchenchef Axel Boesen wurde zugleich mit dem Young Chef Award geehrt. Das Restaurant befindet sich in einer Villa von 1801. "Mit reichlich Talent, Leidenschaft und einem Gespür für kreative Kombinationen gelingt dem jungen Koch ein finessenreiches, modernes Menü mit nordischen und asiatischen Einflüssen – und das mit gerade einmal Mitte zwanzig." Bundesweit können sich 339 Betriebe in diesem Jahr mit mindestens einem Stern schmücken. Davon haben zwölf Restaurants die höchste Michelin-Auszeichnung mit drei Sternen. Auf der Suche nach den besten Adressen sind die Testerinnen und Tester anonym im Einsatz. Der Vergabe der Sterne liegt ein einheitliches Bewertungssystem zugrunde. Als Kriterien gelten unter anderem die Qualität der Produkte, eine persönliche Note, das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie eine auf Dauer gleichbleibende Qualität. Der kleine rote Reiseführer "Guide Michelin" sollte vor mehr als 100 Jahren mehr Autofahrer zum Reisen bewegen und so den Absatz der französischen Reifenfirma Michelin ankurbeln. Die ersten Sterne für gehobene Gastronomie wurden 1926 vergeben. In Deutschland gab es 1966 die ersten Michelin-Sterne. Die aktuelle Ausgabe des Gourmetführers soll Ende Juli erscheinen. Neben dem "Guide Michelin" erscheint auch der Restaurantführer "Gault&Millau" regelmäßig als wichtiger internationaler Gourmet-Ratgeber. Er vergibt Kochmützen für ausgezeichnete Kochkunst. © dpa-infocom, dpa:260623-930-271224/1