Datum23.06.2026 15:37
Quellewww.zeit.de
TLDRBrandenburgs Bauernpräsident Henrik Wendorff warnt vor Hitzeschäden bei Weizen und Roggen. Steigende Temperaturen, die bis zu 37 Grad erreichen könnten, drohen eine Notreife des Getreides zu verursachen, was dessen Qualität mindert. Die Ernte ist noch drei Wochen entfernt, die Wintergerste ist bereits eingebracht. Hohe Temperaturen stellen zudem eine Belastung für Landwirte dar, insbesondere bei Reparaturen an aufgeheizten Maschinen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Getreideernte“. Lesen Sie jetzt „Bauernpräsident fürchtet Hitzeschäden am Getreide“. Potsdam (dpa/bb)- Brandenburgs Bauernpräsident Henrik Wendorff macht sich Sorgen wegen drohender Hitzeschäden bei Weizen und Roggen. Wenn die Temperaturen zu früh zu hoch seien, komme es zum vorzeitigen Abreifen von Getreide, der Notreife, sagte Wendorff der dpa. "Das ist für die Qualität des Getreides nicht gut." Bei einer Notreife verringern die Pflanzen das Körner-Wachstum. Ab Mitte der Woche soll die Hitze auf extreme Werte steigen. Für Donnerstag sagte der Deutsche Wetterdienst nach seiner bisherigen Vorhersage Höchsttemperaturen bis 36 Grad in Brandenburg voraus, am Freitag bis 37 Grad. "Wenn es länger als eine Woche sehr heiß ist, gibt es Hitzeschäden am noch nicht reifen Getreide", sagte der Präsident des Landesbauernverbandes mit Blick auf die drohende Gluthitze. "Das ist zu viel des Guten." Weizen und Roggen brauchen laut Wendorff eigentlich noch rund drei Wochen bis zur Ernte. Dagegen sei Wintergerste bereits gedroschen worden. Für Landwirte kann die Arbeit unter glühender Sonne trotz moderner Technik zur Belastung werden. "In der Traktorkabine ist man noch am besten aufgehoben", so Wendorff. Denn moderne Landmaschinen seien klimatisiert. Aber Defekte etwa an heißen Mähdreschern stellten dann eine besondere Belastung dar, so Wendorff. Wenn sich eine Landmaschine aufgeheizt habe und dann was kaputtgehe, seien Reparaturen ein "extremer Job". © dpa-infocom, dpa:260623-930-269651/1