Rettungsdienst im Norden: Notfall? Rund 600 Einsätze für Akut-Einsatzfahrzeug

Datum23.06.2026 14:58

Quellewww.zeit.de

TLDREin neues Akut-Einsatzfahrzeug in Rendsburg absolviert erfolgreich rund 600 Einsätze. Besetzt mit Notsanitätern, sichert es die medizinische Abklärung bei unklaren Notrufen und vermittelt Patienten gezielt in ambulante Strukturen. Das Konzept wird auf vier weitere Standorte ausgeweitet, um die Notfallrettung effizienter zu gestalten und Ressourcen für kritische Fälle zu schonen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Rettungsdienst im Norden“. Lesen Sie jetzt „Notfall? Rund 600 Einsätze für Akut-Einsatzfahrzeug“. Mit Akut-Einsatzfahrzeugen sollen Notärzte mögliche Patientinnen und Patienten direkt vor Ort medizinisch einschätzen und gezielt vermitteln. Nachdem das erste Fahrzeug vergangenen Juli an der Rettungswache Rendsburg (Kreis Rendsburg-Eckernförde) den Testbetrieb aufgenommen hatte, wurde es bereits zu rund 600 Einsätzen alarmiert, wie die Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein mitteilte. Nun soll das Konzept auf vier weitere Standorte in Heide, Pinneberg, Kaltenkirchen und Nordoe ausgeweitet werden. Die Fahrzeuge sind mit Notsanitätern besetzt und verfügen den Angaben nach über umfangreiche medizinische Ausstattung. Allerdings fehle eine Transportmöglichkeit. Die Leitstelle setze die Fahrzeuge ein, wenn sie einen Hilferuf nicht klar als akuten Notfall erkennt, aber dennoch eine medizinische Abklärung braucht. Ziel ist es, die Patientinnen und Patienten gezielt an geeignete ambulante Versorgungsstruktur zu vermitteln. "Die gut 600 Einsätze in der Einführungsphase zeigen, dass das Akut-Einsatzfahrzeug eine wichtige Lücke zwischen klassischer Notfallrettung und ambulanter medizinischer Betreuung schließen kann. Gleichzeitig gewinnen wir wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Konzepts", sagte der Projektleiter für die Implementierung der Einsatzfahrzeuge, Tim Germann. Neben der Vermittlung passender Hilfe könnten gleichzeitig die verfügbaren Rettungsmittel für lebensbedrohliche und zeitkritische Notfälle freigehalten werden. © dpa-infocom, dpa:260623-930-269254/1