Datum23.06.2026 15:02
Quellewww.zeit.de
TLDRTrotz anhaltender Hitze melden hessische Wasserversorger eine stabile Trinkwasserversorgung. Der Wasserverbrauch ist deutlich gestiegen, doch Speicherpuffer und bereits erfolgte Niederschläge tragen zur Sicherung bei. Unternehmen wie Mainova, Mittelhessische Wasserwerke, RhönEnergie und Hessenwasser bestätigen die Versorgungssicherheit. Sie raten jedoch zur Reduzierung unnötigen Verbrauchs, wie Rasensprengen oder Poolbefüllung. Die Spitzenwerte des Wasserbedarfs von 2019 wurden bisher nicht erreicht.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Anhaltende Hitze“. Lesen Sie jetzt „Hessische Wasserversorger melden stabile Versorgung“. Trotz der andauernden Hitzeperiode in Hessen ist nach offiziellen Angaben die Trinkwasserversorgung derzeit gesichert. Das berichteten mehrere hessische Wasserversorger auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Unternehmen beobachten übereinstimmend aufgrund der hohen Temperaturen einen deutlich erhöhten Wasserverbrauch. Die Mainova AG, nach eigenen Angaben zuständig für mehr als 750.000 Einwohner in Frankfurt am Main und der Rhein-Main-Region, meldet für die Stadt Frankfurt eine stabile Versorgungslage. Grundsätzlich sei die Trinkwasserversorgung dort auch in heißen und trockenen Zeiten gesichert, teilte ein Sprecher des Unternehmens in Frankfurt mit. "Es gab bisher keine Situation, in der zu wenig Wasser vorhanden war." Thomas Brunner, Geschäftsführer des Zweckverbands Mittelhessische Wasserwerke in Gießen, verweist auf den Puffer der Nachtstunden, der die Situation derzeit stabil halte. Wenn in der Nacht deutlich weniger Trinkwasser verbraucht wird, lassen sich laut Brunner so die Wasserspeicher wieder ausgleichen. Der Verbrauch tagsüber soll bei den anhaltenden Temperaturen ab 30 Grad "auf einem sehr hohen Niveau" bleiben. Das Unternehmen versorgt den Angaben zufolge 158 Stadt- und Ortsteile in Mittelhessen. Seit Beginn der heißen Witterungsphase Ende vergangener Woche liefere man "Rekordmengen an Trinkwasser an Haushalte und Unternehmen", so ein Sprecher der RhönEnergie im osthessischen Fulda. 88.000 Menschen würden in der Region Fulda durch die Unternehmensgruppe mit Wasser versorgt. Bereits heute werden demnach Maßnahmen ergriffen, um unnötige Verbräuche zu reduzieren. Man rate beispielsweise davon ab, den Rasen zu sprengen oder private Pools zu nutzen. Als grundsätzlich gut aufgestellt sieht sich auch Hessenwasser. Dem Unternehmen aus Groß-Gerau zufolge wird durch sie für rund 2,4 Millionen Menschen im Rhein-Main-Gebiet das Trinkwasser bereitgestellt. "Die Niederschläge aus dem Winterhalbjahr haben dazu beigetragen, die Grundwasserstände zu stabilisieren." Der Trinkwasserbedarf sei zwar mit einem bisherigen Spitzenwert von 396.000 Kubikmetern Wasser erhöht, aber der bisherige Spitzenwert aus dem Jahr 2019 mit 426.312 Kubikmetern bislang nicht erreicht. © dpa-infocom, dpa:260623-930-269338/1