Datum23.06.2026 14:48
Quellewww.zeit.de
TLDRNeun Polizisten stehen in Duisburg wegen gefährlicher Körperverletzung im Amt vor Gericht. Sie sollen einen Flüchtling aus Guinea im Januar 2024 bei einem Einsatz gefesselt und diese Fesselung auf dem Rücken fixiert haben, was potenziell lebensgefährlich war. Der Mann starb später im Rettungswagen an einem Herzinfarkt. Den Polizisten wird jedoch keine Schuld an seinem Tod vorgeworfen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Körperverletzung im Amt“. Lesen Sie jetzt „Tod eines Flüchtlings: Prozess gegen neun Polizisten beginnt“. Knapp zweieinhalb Jahre nach dem Tod eines Flüchtlings aus Guinea in Mülheim an der Ruhr müssen sich neun Polizeibeamte ab Mittwoch (9.00 Uhr) in Duisburg vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet auf gefährliche Körperverletzung im Amt. Den Angeklagten wird vorgeworfen, den Flüchtling bei einem Einsatz am 6. Januar 2024 an Händen und Füßen gefesselt und beide Fesselungen anschließend mit Kabelbindern auf dem Rücken verbunden zu haben. Diese Art der Fixierung war laut Anklage nicht gerechtfertigt und potenziell lebensgefährlich. Der Flüchtling war nach einem Herzinfarkt und weiteren Komplikationen im Rettungswagen gestorben. Eine Schuld an seinem Tod tragen die Polizisten laut Anklage nicht. © dpa-infocom, dpa:260623-930-269153/1