Datum23.06.2026 12:45
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Luchs Koda wurde im Pfälzerwald ausgewildert, um die genetische Vielfalt zu sichern. Nach einer gezielten Vorbereitung kam er aus dem Zoo Nürnberg über Karlsruhe in das Biosphärenreservat. Zuvor war ein Projekt zur Wiederansiedlung von Luchsen im Pfälzerwald erfolgreich, doch Experten stellten ein Inzuchtrisiko fest. Um dem entgegenzuwirken, sollen nun jährlich ein bis zwei genetisch passende Luchse ausgewildert werden, um die Population langfristig zu stabilisieren.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Natur“. Lesen Sie jetzt „Koda lebt jetzt im Pfälzerwald - Luchs ausgewildert“. Erstmals seit Jahren ist wieder ein Luchs im Pfälzerwald ausgewildert worden. Das Männchen namens Koda soll dazu beitragen, die genetische Vielfalt des Luchsbestandes in dem Biosphärenreservat langfristig zu sichern, wie das Umweltministerium in Mainz mitteilte. Koda ist im Mai vergangenen Jahres im Tiergarten Nürnberg zur Welt gekommen. Im Februar dieses Jahres zog der Luchs in ein Gehege des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe, dort wurde er laut Ministerium auf die Auswilderung vorbereitet. Luchse waren im Rahmen eines von 2016 bis 2021 laufenden Projekts der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz sowie der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft wieder im Pfälzerwald angesiedelt worden. Die Population umfasste den Angaben zufolge zunächst und 20 Tiere. Zuletzt stellten Experten dort ein erhöhtes Risiko von Inzucht fest. Dem Ministerium zufolge gab es bereits verwandtschaftliche Paarungen von Luchsen und als Folge dessen nicht überlebensfähige Jungtiere. "Um dem entgegenzuwirken, sollen in den nächsten fünf Jahren jährlich ein bis zwei genetisch passende Luchse ausgewildert werden", sagte Umweltministerin Christine Schneider (CDU). Bei Bedarf könne das Projekt über weitere zehn Jahre fortgesetzt werden. © dpa-infocom, dpa:260623-930-268196/1