Hitze: Hitze treibt Kieler Trinkwasserverbrauch auf Jahreshoch

Datum23.06.2026 12:17

Quellewww.zeit.de

TLDRDie sommerliche Hitze hat den Trinkwasserverbrauch in Kiel auf einen Jahresrekord getrieben. Am Montag wurden 62,88 Millionen Liter verbraucht, der höchste Wert seit fast sechs Jahren. Die Stadtwerke appellieren trotz ausreichender Verfügbarkeit an einen sparsamen Wasserumgang. Sie warnen vor Engpässen bei Verbrauchsspitzen, da Aufbereitungsanlagen und Pumpen an ihre Grenzen stoßen können, was zu Druckschwankungen im Netz führt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Hitze“. Lesen Sie jetzt „Hitze treibt Kieler Trinkwasserverbrauch auf Jahreshoch“. Das Sommerwetter treibt den Trinkwasserverbrauch in Kiel in die Höhe. Am Montag wurde mit 62,88 Millionen Litern (oder 62.880 Kubikmetern) der diesjährige Tageshöchstwert erreicht, wie die Stadtwerke Kiel mitteilten. Das war zugleich der höchste Wert seit knapp sechs Jahren. "Im August 2020 lieferten wir an einem Tag rund 65 Millionen Liter durch unser über 1.780 Kilometer langes Versorgungsnetz", sagte Stadtwerke-Sprecher Sönke Schuster. "Auch wenn uns jederzeit ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht, appellieren wir stets auf einen bewussten Umgang mit Trinkwasser", sagte Schuster. Der Energieversorger warnt, dass es bei Verbrauchsspitzen zu Engpässen kommen kann. "So können bei starker Trockenheit und Hitze die Aufbereitungsanlagen und Pumpen an ihre Grenzen gelangen. Dies liegt dann jedoch nicht an der Menge des zur Verfügung stehenden Wassers in der Tiefe, sondern am gleichzeitigen Verbrauch im Netz." "Sollten an Netzenden viele Verbraucherinnen und Verbraucher zeitgleich Wasser zapfen, beispielsweise für das Sprengen des Rasens oder das Füllen von Swimmingpools, können Druckschwankungen auftreten", sagte Schuster. Die Stadtwerke versorgen nach eigenen Angaben rund 330.000 Menschen in Kiel und im Umland mit Trinkwasser. Sie betreiben vier Wasserwerke, in denen Wasser aus einer Tiefe von bis zu 230 Metern gefördert wird. Daneben gibt es sechs Trinkwasserspeicher. Mit den unterirdischen Behältern gleicht das Unternehmen Differenzen zwischen der geförderten und benötigten Wassermenge während der Verbrauchsspitzen im Netz aus. © dpa-infocom, dpa:260623-930-268071/1