Datum23.06.2026 07:44
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Mai 2024 war jedes fünfte EU-Neuwagen ein Elektroauto, was einem Zuwachs von 43% entspricht. Hybridfahrzeuge legten ebenfalls zu, während Verkäufe reiner Verbrenner sanken. Chinesische Hersteller wie BYD verzeichneten starke Zuwächse und überholten teilweise Tesla. Staatliche Anreize und hohe Spritpreise werden als Gründe genannt. Trotz leichter Steigerungen im Gesamtmarkt kämpfen etablierte europäische Hersteller mit sinkenden Verkaufszahlen, während deutsche Premiumhersteller zulegen.
InhaltDer Absatz von Elektroautos ist in der EU im Mai deutlich gestiegen, auch Hybride legten zu. Besonders chinesische Anbieter konnten ihre Verkäufe steigern. Jeder fünfte Neuwagen in der Europäischen Union ist inzwischen ein Elektroauto. Im Mai seien gut 203.000 E-Autos erstmals zugelassen worden – 43 Prozent mehr als im Mai vor einem Jahr, teilte der Branchenverband Acea mit. Auch Hybridautos verkauften sich demnach stärker. Zugleich sank der Absatz reiner Verbrennerfahrzeuge um rund ein Fünftel auf gut 210.000 Benzin- und 69.000 Dieselautos. Der Verband führte die wachsenden Zahlen auf staatliche Anreizgramme zurück. Zudem dürften aber auch die hohen Spritpreise infolge des Irankriegs eine Rolle spielen. Insgesamt wurden im Mai 3,2 Prozent mehr Autos neu zugelassen als ein Jahr zuvor. Seit Beginn dieses Jahres summiert sich der Anstieg damit auf vier Prozent. Während Deutschland, Spanien und Italien ein Wachstum schafften, wurden in Belgien, den Niederlanden, Schweden und Frankreich zuletzt weniger Autos verkauft. Vor allem chinesische Elektroautohersteller wie BYD, SAIC, Chery oder Leapmotor verzeichneten kräftige Zuwächse. Sie konnten in den ersten fünf Monaten ihre Verkäufe zum Teil auf das mehr als Sechsfache steigern. Der größte chinesische Hersteller BYD kommt inzwischen auf einen Marktanteil von 2,1 Prozent und liegt damit vor dem US-Hersteller Tesla. Dieser erholte sich von seinem Absatzeinbruch aus dem Vorjahr und kam von Januar bis Mai auf einen Marktanteil von 1,9 Prozent. Volkswagen blieb EU-weit zwar mit Abstand Marktführer, musste jedoch einen Absatzrückgang um 3,6 Prozent hinnehmen. Stellantis, der Mutterkonzern von Fiat, Peugeot und Opel, verzeichnete als Nummer zwei ein Minus von 2,6 Prozent, Renault büßte 1,3 Prozent ein. Der BMW-Konzern kam hingegen auf ein Plus von 3,7 Prozent, Mercedes-Benz legte um 0,7 Prozent zu.