Suche in Hessen: Drei Tote aus dem Rhein geborgen

Datum23.06.2026 08:06

Quellewww.spiegel.de

TLDRDrei Männer im Alter von 23, 27 und 50 Jahren sind im Rhein bei Biblis ertrunken. Sie wurden am Montag nach ihrem Verschwinden am Samstag geborgen. Es gibt keine Hinweise auf Fremdverschulden. Die Vorfälle verdeutlichen die Gefahren des Badens in Flüssen wie dem Rhein, wo Strömungen und eigene Fähigkeiten oft unterschätzt werden. Viele Städte haben das Schwimmen im Rhein wegen der hohen Unfallzahlen verboten.

InhaltGefährliche Abkühlung im Rhein: Seit Samstag wurden drei Personen bei Biblis vermisst. Mittlerweile haben Einsatzkräfte die Leichen der Männer in dem Fluss gefunden. Die drei im Rhein in Hessen vermissten Männer sind tot geborgen worden. Am Montagvormittag seien die Leichen der drei Männer im Alter von 23, 27 und 50 Jahren gefunden worden, teilte die Polizei mit. "Ermittlungen ergaben, dass es sich um die zuvor als vermisst gemeldeten Männer handelt", hieß es . Hinweise auf Fremdverschulden liegen demnach nicht vor. Am Samstagabend hatte nach Polizeiangaben zunächst die Familie eines 50-Jährigen ihren Angehörigen als vermisst gemeldet. Er sei rund zweieinhalb Stunden zuvor im Rhein bei Biblis im Landkreis Bergstraße schwimmen gewesen, aber nicht wie sonst nach etwa einer Stunde zurückgekehrt. Daraufhin suchte die Polizei unter anderem per Boot und Hubschrauber den Rhein ab, konnte den Mann aber nicht entdecken. Noch während die Beamten im Einsatz waren, hatten Passanten sie vom Ufer aus auf einen weiteren Unglücksfall aufmerksam gemacht. Dabei waren zwei 23- und 27-jährige Nichtschwimmer auf Höhe der sogenannten Nato-Rampe im Rhein untergegangen. Hinzugerufene Retter der Feuerwehr, der Rettungsdienste und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) machten sich auf die Suche, konnten die beiden Männer aber nicht finden. Notfallseelsorger betreuten Zeugen des Unglücks. Viele Menschen suchen Abkühlung in Flüssen oder Seen, unterschätzen aber die Gefahren. Städte wie Düsseldorf, Köln, Neuss und Duisburg haben das Baden im Rhein mittlerweile verboten, nachdem Jahr für Jahr Badende von der Strömung fortgerissen wurden und in dem Fluss gestorben sind. Jährlich ertrinken in Deutschland etwa 400 Menschen, vorwiegend in Teichen und Seen oder Bächen und Flüssen. Viele Schwimmer überschätzen ihre Fähigkeiten und unterschätzen die Risiken der jeweiligen Badegewässer, etwa Strömungen. Was sie wissen sollten, um möglichst sicher zu schwimmen und zu baden, lesen Sie hier.