Faschismus-Zitat: Wegner: SPD und Grüne sollten auf Abstand zur Linken gehen

Datum23.06.2026 00:05

Quellewww.zeit.de

TLDRBerlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) fordert SPD und Grüne auf, sich von der Linkspartei zu distanzieren, nachdem deren Vorsitzender Luigi Pantisano die CDU mit "faschistischen" Akteuren gleichgesetzt hatte. Wegner wirft der Linken Radikalisierung vor und fragt nach der "Brandmauer" der Koalitionspartner gegen Extremismus. Pantisano verteidigte seine Aussage zunächst, bezeichnete sie später aber als unglückliche Formulierung und entschuldigte sich.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Faschismus-Zitat“. Lesen Sie jetzt „Wegner: SPD und Grüne sollten auf Abstand zur Linken gehen“. Nach einem umstrittenen Faschismus-Vergleich des neu gewählten Linken-Vorsitzenden Luigi Pantisano fordert Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner von Grünen und SPD mehr Abstand zur Linkspartei. "Grüne und SPD müssen sich fragen lassen, wo ihre eigene Brandmauer gegen politischen Extremismus steht", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post" (Dienstag).  "Die Äußerungen von Herrn Pantisano stehen symptomatisch für eine Linkspartei, die sich seit Jahren zunehmend radikalisiert und sich immer weiter von einem demokratischen Diskurs entfernt." Wegner sagte weiter: "Wer die CDU mit der AfD gleichsetzt, verlässt den Boden einer ernsthaften politischen Auseinandersetzung. Es ist Ausdruck des Zustands dieser Partei, die auch in ihren Reihen Antisemiten und Polizeihasser duldet." Der Hintergrund: Pantisano hatte am Wochenende in einem "Bild"-Interview die CDU scharf angegriffen: "Letztlich gibt es auch gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst", sagte Pantisano wenige Stunden vor seiner Wahl zum Parteivorsitzenden. Politiker von CDU und CSU fordern nun seinen Rücktritt. Auch in der Linken gab es Irritationen. Der Linken-Politiker stellte auf Nachfrage klar, dass er die Formulierung selbst für unglücklich hält. "Das ist verkürzt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur und bat um Entschuldigung. © dpa-infocom, dpa:260622-930-265649/1