Datum22.06.2026 23:26
Quellewww.zeit.de
TLDRKurz vor seinem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte kritisierte US-Präsident Donald Trump europäische Nato-Partner. Er warf Großbritannien, Deutschland und Italien mangelnde Unterstützung im Kampf gegen den Iran vor. Trump stellte zudem indirekt amerikanische Sicherheitszusagen für Europa infrage, wenn Verbündete die USA bei kleineren Anliegen nicht unterstützten. Rutte wird in Washington für Gespräche erwartet, unter anderem mit Trump.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Iran-Konflikt“. Lesen Sie jetzt „Trump kritisiert vor Rutte-Besuch europäische Nato-Partner“. Kurz vor einem Besuch von Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Washington hat US-Präsident Donald Trump mehreren europäischen Verbündeten erneut mangelnde Unterstützung vorgeworfen. Die USA hätten über Jahre enorme Summen für den Schutz Europas ausgegeben, sagte Trump im Weißen Haus. Als Washington selbst Hilfe erbeten habe gegen den Iran, seien wichtige Partner jedoch nicht für die Vereinigten Staaten da gewesen. Trump nannte dabei Großbritannien, Deutschland und Italien. "Wir haben sie gebeten zu kommen, und sie waren nicht für uns da", sagte er. Konkreter wurde er dabei nicht. US-Regierungsvertreter hatten Nato-Verbündeten bereits zuvor mehrfach vorgeworfen, die USA im Krieg gegen den Iran nicht ausreichend unterstützt zu haben. Trump stellte nun auch amerikanische Sicherheitszusagen für Europa indirekt infrage. Die USA gäben Hunderte Millionen Dollar aus, um europäische Staaten vor Russland zu schützen, sagte er. Wenn Verbündete den Vereinigten Staaten bei vergleichsweise kleinen Angelegenheiten nicht helfen wollten, könne Washington künftig ebenfalls Nein sagen. Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird von Dienstag bis Donnerstag in Washington erwartet. Geplant ist unter anderem ein Treffen mit Trump im Weißen Haus. Auch Gespräche mit anderen ranghohen Regierungsvertretern sind vorgesehen. © dpa-infocom, dpa:260622-930-265587/1