Datum22.06.2026 23:07
Quellewww.spiegel.de
TLDRBei einem Schusswaffenvorfall in Montreal kamen drei Menschen ums Leben: ein Polizist, ein Bürger und ein Angreifer. Eine Polizistin wurde verletzt. Die Hintergründe des Vorfalls, der sich nahe einem Chabad-Zentrum ereignete, sind unklar. Die Polizei warnte zuvor vor einem bewaffneten Verdächtigen. Ob es sich um einen Anschlag handelte, wird untersucht, aber zunächst nicht bestätigt.
InhaltIm kanadischen Montreal kommt es zu Schüssen, ein Polizist, ein Bürger und ein Verdächtiger sterben. Die Hintergründe sind unklar. Bei einem Schusswaffenvorfall im kanadischen Montreal sind drei Menschen getötet worden. Dabei handle es sich um einen Polizisten, einen Bürger und einen Angreifer, sagte ein Polizist vor Journalisten. Zudem sei eine Polizistin verletzt worden, sie schwebe aber nicht in Lebensgefahr. Der Beamte sprach von einem "Albtraum", dessen Hintergründe noch offen seien. Er erwarte neue Erkenntnisse in den kommenden Stunden. Die Polizei hatte zuvor um die Mittagszeit (Ortszeit) vor einem "bewaffneten und gefährlichen Verdächtigen" gewarnt und Bürger dazu aufgefordert, eine Gegend im Viertel Côte-des-Neige zu meiden. Die Polizei sei per Notruf verständigt worden und bei ihrer Ankunft unter Beschuss geraten, sagte der Beamte. Die Bürgermeisterin von Montréal, Soraya Martinez Ferrada, sprach der Familie, den Angehörigen und den Kollegen des im Dienst getöteten Polizisten ihr Beileid aus. Der jüdische Rettungsdienst Zaka teilte mit, der Angriff habe sich in der Nähe eines Chabad-Zentrums zugetragen. Es könne sich um einen Anschlag handeln, hieß es. Die kanadische Polizei bestätigte dies zunächst nicht. Die im späten 18. Jahrhundert gegründete Chabad-Lubawitsch-Bewegung will Juden ihrer Religion und ihren Traditionen näherbringen. Weltweit hat die Organisation nach eigenen Angaben mehr als 5000 Institutionen in mehr als 100 Ländern.