Datum22.06.2026 21:28
Quellewww.spiegel.de
TLDREin Lkw mit explosivem organischem Peroxid musste auf der A8 bei Wiesensteig wegen eines Defekts evakuiert werden. Die Autobahn ist Richtung München gesperrt. Rund 100 Anwohner wurden aus ihren Häusern gebracht. Waldbrandgefahr besteht. Der Lkw wurde auf einen Parkplatz manövriert, eine Fachfirma prüft die weitere Entwicklung. Ein Krisenstab der Feuerwehr wurde eingerichtet.
InhaltDutzende Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen, die Feuerwehr hat einen Krisenstab eingerichtet: Ein Lkw mit explosiver Ladung hat auf der A8 für eine Sperrung gesorgt. Ein Lastwagen mit entzündlichem Gefahrgut ist auf der A8 in Fahrtrichtung München bei Wiesensteig in Baden-Württemberg wegen eines Defekts liegen geblieben. Bei dem Stoff handelt es sich um organisches Peroxid, wie ein Polizeisprecher mitteilte. "Es ist nicht auszuschließen, dass die unter Druck stehenden Gefahrstoffbehälter sich entzünden und explosiv entladen", teilte auch das Landratsamt Göppingen mit. Bei der derzeitigen Witterungslage ist davon auszugehen, dass dadurch unmittelbare Waldbrandgefahr besteht. In der Ortschaft Wiesensteig werden nach Auskunft der dortigen Feuerwehr derzeit rund 100 Menschen aus ihren Wohnungen und Häusern evakuiert. Sie kommen in einer Turnhalle unter, sagte ein Feuerwehrsprecher. Nach dem Defekt habe die Feuerwehr laut Polizei versucht, das Fahrzeug zu kühlen, jedoch dann Abstand davon genommen. Die Autobahn in Richtung München ist demnach zwischen Mühlhausen und Hohenstadt gesperrt. Wie das Landratsamt Göppingen weiter mitteilte, manövrierten die Einsatzkräfte der Feuerwehr den defekten Lastwagen aus einem unmittelbar für die Bevölkerung gefährlichen Bereich auf einen Parkplatz vor dem Lämmerbuckeltunnel. Ein weitergehendes Wegschaffen des Lastwagens sei derzeit aus technischen Gründen nicht möglich. Eine Fachfirma sei hinzugezogen worden, die Experten sollen einschätzen, wie sich die Temperatur des Gefahrenstoffs entwickelt, sagte eine Sprecherin. In der Feuerwehrleitstelle sei ein Krisenstab eingerichtet. Zur Betreuung und gegebenenfalls medizinischen Versorgung der im Stau stehenden Personen seien Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes hinzugezogen worden.