RWE strebt Mehrheit an Übertragungsnetzbetreiber Amprion an

Datum22.06.2026 19:36

Quellewww.spiegel.de

TLDRRWE plant den Erwerb der Mehrheit am Übertragungsnetzbetreiber Amprion für rund 3,6 Milliarden Euro. Durch den Kauf indirekter Anteile soll RWEs Einfluss auf 55 Prozent steigen. Die Finanzierung erfolgt durch eine Kapitalerhöhung und die Veräußerung eigener Aktien. Ziel ist es, die Energiewende durch eine stärkere Kontrolle der Netzinfrastruktur voranzutreiben. Die Transaktion soll bis Ende September abgeschlossen sein.

InhaltNetzbetreiber sind wesentlich für die Energiewende. RWE will nun rund 3,6 Milliarden Euro investieren, um die Mehrheit an Amprion zu übernehmen. Der Essener Energiekonzern RWE will seine Beteiligung an Deutschlands zweitgrößtem Hochspannungsnetzbetreiber Amprion aufstocken und damit die Mehrheit übernehmen. Der Kaufpreis für die Aufstockung der Amprion-Anteile auf 55 Prozent liege bei rund 3,6 Milliarden Euro, teilte RWE nach Börsenschluss in Essen mit. Der Konzern habe Vereinbarungen mit den Anteilseignern der M31 Beteiligungsgesellschaft erzielt, um deren indirekte Anteile an Amprion zu erwerben. Der mittelbare Anteil von RWE an Amprion solle dadurch auf 55 Prozent steigen. Das nötige Geld soll eine Kapitalerhöhung bringen. Dazu will RWE bis zu knapp 74,4 Millionen Aktien ausschließlich bei institutionellen Anlegern platzieren. Dabei sollen neue Anteile im Umfang von bis 4,9 Prozent des Grundkapitals gegen Bareinlagen ausgegeben werden. Zudem will RWE eigene Aktien im Umfang von bis zu 5,1 Prozent des Grundkapitals veräußern. Dabei will der Konzern das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen. Die Aufstockung der Amprion-Beteiligung soll nach den Plänen von RWE bis Ende September vollzogen werden. Hinter dem bisherigen Miteigner M31 steht ein Konsortium von Versorgungswerken und institutionellen Finanzinvestoren aus der Versicherungswirtschaft. Dazu zählen Meag Munich Ergo und Talanx. Die übrigen 25,1 Prozent an Amprion hält RWE bereits über ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Finanzinvestor Apollo.