Datum22.06.2026 17:29
Quellewww.zeit.de
TLDRKeir Starmer tritt nach zwei Jahren als britischer Premier zurück. Gründe sind schlechte Wahlergebnisse und die Epstein-Affäre. Ein Nachfolger soll bis September feststehen, Andy Burnham gilt als Favorit. In Berlin zeigen Studie massive Gewalt und Mobbing an Schulen. Lehrkräfte und Schüler beklagen sich, die GEW fordert mehr Ressourcen für Schulsozialarbeit. Der Linken-Chef hat eine umstrittene Äußerung zurückgenommen. Fußball-Nationalspieler Schlotterbeck fällt verletzt aus.
InhaltNach anhaltender Kritik räumt der britische Premier Keir Starmer seinen Posten. Wer wird sein Nachfolger? Und: Gewalt, Mobbing und Diskriminierung an Berlins Schulen Der britische Premierminister Keir Starmer hat am Montagmorgen nach zwei Jahren im Amt seinen Rücktritt bekanntgegeben. Bereits in der vergangenen Woche hatten mehrere Mitglieder seiner Regierung ihre Posten aufgegeben. Starmers Rücktritt ist der 7. Regierungswechsel in Großbritannien in zehn Jahren seit dem Brexit-Referendum. Starmer stand unter anderem wegen schlechter Ergebnisse bei den Kommunalwahlen im Mai 2026 und seines Umgangs mit der Epstein-Affäre unter Druck. Seine Partei will noch vor Ende der Sommerpause im September einen Nachfolger ernennen; bis dahin bleibt Starmer im Amt. Als Favorit für den Posten gilt Andy Burnham aus dem Norden des Landes, der erst vergangene Woche eine Nachwahl für einen Sitz im Unterhaus mit 55 Prozent der Stimmen für sich entscheiden konnte. ZEIT-Korrespondent Jochen Bittner sortiert die Lage in der Downing Street im Podcast. Gewalt und Mobbing gehören an Berliner Schulen zum Alltag, wie die Zahlen der heute vorgestellten Studie "Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer" zeigen. Über die Hälfte der Lehrkräfte bewertet die Gewalt als massives Problem. Zudem haben über 90 Prozent der Neuntklässler im vergangenen Jahr selbst Gewalt erfahren – von Beleidigungen bis hin zu körperlichen Übergriffen. Der Berliner Senat hat mit dem Konflikt- und Gewaltbarometer die bislang umfassendste empirische Studie in Deutschland zur Bedrohungslage und zu Gewalttaten an Schulen vorgelegt. Als Reaktion auf die Ergebnisse fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) dringend mehr Ressourcen für die Schulsozialarbeit, da der akute Personalmangel wichtige Präventivarbeit vor Ort massiv einschränke. Außerdem im Update: Der neu gewählte Linken-Chef Luigi Pantisano hat seine umstrittene Äußerung zurückgenommen, in der er der CDU eine "faschistische Politik" vorgeworfen und sie mit der AfD gleichgesetzt hatte. Der stark polarisierende Vergleich hatte parteiübergreifend für Kritik gesorgt und den Linken-Parteitag überschattet, bei dem Pantisano mit 53,3 Prozent der Stimmen knapp ins Amt gewählt wurde. Und: Nationalspieler Nico Schlotterbeck fällt für die restliche Fußball-WM in Nordamerika verletzungsbedingt aus. Der 26-jährige Innenverteidiger zog sich im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste einen Innenbandriss im linken Sprunggelenk zu und muss nun voraussichtlich zwei Monate pausieren. Und sonst so? Das hilft gegen Traurigkeit nach Konzertbesuchen. Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Maximilian Renzikowski Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.