Tarifkonflikt im Handel: Tarifverhandlungen im Groß- und Außenhandel ohne Einigung

Datum22.06.2026 15:37

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Tarifkonflikt des Hamburger Groß- und Außenhandels gibt es weiterhin keine Einigung. Die Gewerkschaft Verdi lehnt das Angebot der Arbeitgeber, eine Erhöhung von 3,4 Prozent über zwei Jahre, ab. Verdi fordert 7 Prozent oder mindestens 250 Euro mehr für ein Jahr. Rund 60.000 Beschäftigte sind betroffen. Verdi droht mit Warnstreiks. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 11. August statt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tarifkonflikt im Handel“. Lesen Sie jetzt „Tarifverhandlungen im Groß- und Außenhandel ohne Einigung“. In den Tarifverhandlungen für den Hamburger Groß- und Außenhandel zeichnet sich weiter keine Einigung ab. Die Arbeitgeberseite hielt am bestehenden Angebot fest, das von der Gewerkschaft Verdi abgelehnt wird. Die Gewerkschaft bereitet nach eigener Aussage Warnstreiks vor.  Der AGA Unternehmensverband bietet eine Entgelterhöhung in zwei Stufen um insgesamt 3,4 Prozent bei einer zweijährigen Vertragslaufzeit. Verdi fordert eine Steigerung der Entgelte um sieben Prozent, mindestens jedoch 250 Euro im Monat, und der Vertrag soll ein Jahr lang gelten. Den Tarifparteien zufolge betreffen die Verhandlungen rund 60.000 Beschäftigte.  "Es verärgert uns sehr, dass die Arbeitgeber kein verbessertes Angebot vorgelegt, sondern ihr altes Angebot lediglich wiederholt haben", sagte Verdi-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp nach der dritten Tarifrunde. Der AGA Unternehmensverband kritisierte die Verdi-Forderungen als überzogen.  Nach Darstellung von Verdi ist der Groß- und Außenhandel in Hamburg weitgehend mittelständisch aufgebaut. Die Verhandlungen betreffen unter anderem Medikamentengroßhändler, Händler von Autoteilen und Stahl sowie Unternehmen wie Metro und Handelshof. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 11. August geplant. © dpa-infocom, dpa:260622-930-263767/1