Datum22.06.2026 15:10
Quellewww.zeit.de
TLDR17 Jahre nach dem rassistisch motivierten Mord an Marwa El-Sherbini vor dem Landgericht Dresden wurde eine Gedenkstele eingeweiht. Die schwangere Ägypterin wurde 2009 von einem Mann, den sie wegen rassistischer Beleidigung angezeigt hatte, vor Gericht erstochen. Die Tat löste bundesweit Entsetzen aus. Ihr Ehemann wurde zudem schwer verletzt. Der Täter erhielt eine lebenslange Haftstrafe. Jährlich wird an El-Sherbini erinnert, auch ist ein Park nach ihr benannt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Rassistischer Mord“. Lesen Sie jetzt „Stele erinnert an im Gericht ermordete Marwa El-Sherbini“. 17 Jahre nach dem rassistischen und islamfeindlich motivierten Mord an Marwa El-Sherbini bei einer Verhandlung im Landgericht Dresden ist eine Gedenkstele vor dem Gebäude eingeweiht worden. Gestaltet haben sie die Künstler Marion und Uwe Hempel, wie die Stadt mitteilte. Die Ägypterin Marwa El-Sherbini hatte einen Russlanddeutschen wegen rassistischer Beleidigung auf einem Spielplatz angezeigt. Am 1. Juli 2009 stach der Angeklagte die schwangere Frau nach ihrer Zeugenaussage im Berufungsverfahren vor den Augen ihres dreijährigen Sohnes nieder, als sie den Gerichtssaal verlassen wollte. Die 31-Jährige und ihr ungeborenes Kind starben. Auch ihr Ehemann wurde bei dem Angriff schwer verletzt. Der Täter wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Die Bluttat hatte bundesweit Entsetzen, Proteste in der islamischen Welt und eine Debatte über Sicherheit an Gerichten ausgelöst. Zum Jahrestag wird jedes Jahr vor dem Landgericht an Marwa El-Sherbini erinnert. Der dortige Park ist nach der Pharmazeutin und ehemaligen Handballnationalspielerin benannt. © dpa-infocom, dpa:260622-930-263622/1