Datum15.10.2025 18:36
Quellewww.zeit.de
TLDRWolfgang Schmülling, Staatssekretär in Mecklenburg-Vorpommern, hat sein Amt nach einer Beförderungsaffäre aufgegeben. Er wurde kritisiert, weil er einen Polizeibeamten schnell befördert hatte, was den Verdacht der Vetternwirtschaft aufwarf. Innenminister Christian Pegel bestätigte Schmüllings Rücktritt, um weiteren Schaden für die Landesregierung abzuwenden. Zudem laufen Ermittlungen wegen möglicher Vergehen in der Beschaffung von Schutzausrüstungen während der Corona-Pandemie, wobei Schmülling der Beihilfe zur Untreue verdächtigt wird, diese aber für unbegründet hält.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schmülling gibt Amt auf“. Lesen Sie jetzt „Staatssekretär zieht Konsequenzen nach Beförderungsaffäre“. Die Affäre um die beschleunigte Beförderung eines leitenden Polizeibeamten und Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue haben zu personellen Konsequenzen geführt. Innenminister Christian Pegel teilte am Abend mit, dass Staatssekretär Wolfgang Schmülling Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (alle SPD) gebeten habe, ihn von seinen Aufgaben zu entbinden. Laut Mitteilung begründete Schmülling dies mit seiner Verantwortung gegenüber Amt und Land. Nach reiflicher Überlegung habe er sich für diesen Schritt entschieden, um weiteren Schaden für die Landesregierung und das Gemeinwohl abzuwenden. Pegel dankte dem 70-Jährigen "für sein langjähriges, engagiertes Wirken" im Dienste des Landes. Schmülling war in die Kritik geraten, nachdem er persönlich dafür gesorgt hatte, dass ein Polizist deutlich schneller befördert wurde als gemeinhin üblich. Da dieser ebenfalls SPD-Mitglied ist, machte schnell der Vorwurf der Vetternwirtschaft die Runde. Massive Kritik am Agieren Schmüllings kam auch aus den Reihen der Polizei. Für zusätzliche Schlagzeilen sorgten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen möglicher Vergehen bei der Beschaffung und Verteilung von Schutzausrüstungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Durch unterbliebene Abrechnungen gegenüber den Landkreisen sollen dem Land wegen Verjährung 430.000 Euro entgangen sein. Schmülling sieht sich dem Verdacht der Beihilfe zur Untreue ausgesetzt, hält diesen selbst aber für unbegründet. © dpa-infocom, dpa:251015-930-167003/1