Energiewende: Buchholz hofft auf Vorankommen bei Northvolt-Baustelle

Datum22.06.2026 12:45

Quellewww.zeit.de

TLDRDer frühere schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Buchholz hofft auf Fortschritte beim Northvolt-Gelände in Heide. Der US-Investor Lyten plant dort eine kleinere Fabrik und ein Rechenzentrum, voraussichtlich mit 1.000 statt 3.000 Jobs. Es gab eine Einigung über rund 60 Millionen Euro Kaufpreis. Bund und Land hatten Northvolt mit Krediten unterstützt und hoffen nun, einen Teil des Schadens durch den Verkauf an Lyten zu minimieren.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Energiewende“. Lesen Sie jetzt „Buchholz hofft auf Vorankommen bei Northvolt-Baustelle“. Schleswig-Holsteins früherer Wirtschaftsminister Bernd Buchholz hofft auf eine baldige Übernahme des Northvolt-Geländes bei Heide. "Wir wünschen uns, dass es an der Westküste endlich vorangeht", sagte der FDP-Politiker. Die Pläne des US-Unternehmens Lyten fielen jedoch deutlich kleiner aus und hätten nicht die Dimension von Northvolt. "Wir werden uns sehr genau anschauen, ob Lyten Fördermittel beantragen will." Am Wochenende hatte der "Spiegel" berichtet, dass Lyten sich mit der staatlichen Förderbank KfW und den Regierungen von Bund und Schleswig-Holstein auf einen Übernahmepreis in Höhe von rund 60 Millionen Euro verständigt habe. Das deckt sich mit Informationen, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Derzeit wird an einem Memorandum of understanding gearbeitet. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Ein Ministeriumssprecher betonte lediglich, dass sich die Landesregierung weiter in Gesprächen mit Lyten befinde. In der laufenden Woche werde sich das Kabinett mit dem Thema befassen, zu einem späteren Zeitpunkt berieten zwei Landtagsausschüsse. Bis dahin werde sich die Regierung nicht zu dem Thema äußern. Lyten will auf dem Grundstück bei Heide eine Batteriezellenfabrik, einen Batteriespeicher und ein Datencenter bauen. Statt der ursprünglich von Northvolt angedachten rund 3.000 Jobs soll es nur noch etwa 1.000 geben. Vor der Northvolt-Pleite hatte die staatlichen Förderbank KfW eine Wandelanleihe in Höhe von rund 600 Millionen herausgegeben. Bund und Land bürgten jeweils zur Hälfte. Im Zuge der Übernahme der deutschen Northvolt-Tochter durch Lyten konnten Bund und Land noch 153 Millionen Euro sichern. Der finanzielle Schaden Schleswig-Holsteins liegt damit bei mehr als 200 Millionen Euro, wird jedoch durch den Grundstücksverkauf noch etwas sinken. © dpa-infocom, dpa:260622-930-262366/1