Datum22.06.2026 11:58
Quellewww.zeit.de
TLDREin Hundebesitzer versuchte in Niederbayern, seinen Hund als Fundtier im Tierheim abzugeben, um hohe Gebühren zu umgehen. Die Kontaktaufnahme eines Tierheims und die Schaltung auf Facebook führten zur Identifizierung des Besitzers durch die Vorbesitzerin. Die Polizei ermittelt nun gegen den Mann wegen versuchten Betrugs. Das Tierheim appelliert an Hundebesitzer, sich bei Abgabe von Tieren den offiziellen Weg zu wählen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Vermeintlicher Fundhund“. Lesen Sie jetzt „Besitzer will Hund loswerden und wird von Tierheim entlarvt“. Ein Hundebesitzer ist in Niederbayern mit dem Versuch gescheitert, sein Tier als Fundhündin kostenlos bei einem Tierheim abzugeben. Der 43-Jährige habe sich bei der Einrichtung in Jandelsbrunn (Landkreis Freyung-Grafenau) gemeldet und gesagt, er habe das Tier gefunden, teilte die Polizei mit. Daraufhin habe das Tierheim die Hündin in Obhut genommen und via Facebook versucht, den Eigentümer zu finden. Letztlich meldete sich so die Vorbesitzerin von "Amy", die sich erinnerte, das Tier vor einiger Zeit an den vermeintlichen Finder gegeben zu haben. Jetzt ermittelt die Polizei gegen den 43-Jährigen, weil er sich durch seine Geschichte offenbar etwa 500 Euro für die offizielle Abgabe der Hündin sparen wollte. "Amy" bleibt unterdessen vorerst in Obhut des Tierheims, wie ein Sprecher auf Nachfrage sagte. Sie müsse erst einmal aufgepäppelt werden. Das Tierheim richtete wegen des Falls auf sozialen Netzwerken einen Appell an Hundebesitzer. "Liebe Tierbesitzer, wenn ihr euch, aus welchen Gründen auch immer, von eurem Tier trennen müsst, dann macht es bitte auf dem richtigen, offiziellen Weg!", schrieb die Einrichtung bei Facebook. "Besitzt bitte den Mut und ruft bei uns an." © dpa-infocom, dpa:260622-930-261901/1