Sachsen-Anhalt: FDP-Fraktionschef schließt Kooperation mit Linken aus

Datum22.06.2026 11:53

Quellewww.zeit.de

TLDRFDP-Fraktionschef Silbersack schließt Kooperation oder Tolerierung mit den Linken in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl aus. Er begründet dies mit seinen negativen Erfahrungen aus der DDR und dem schlechten Zustand des Landes damals. Zwar gab es eine gemeinsame Parlamentsreform, dies sei jedoch auf den Geschäftsbetrieb beschränkt gewesen. Die Wahl findet am 6. September statt, die AfD führt in Umfragen und möchte allein regieren. Eine mögliche Ampelkoalition aus CDU, SPD und FDP könnte auf punktuelle Zusammenarbeit mit den Linken angewiesen sein, um die Regierung zu stellen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sachsen-Anhalt“. Lesen Sie jetzt „FDP-Fraktionschef schließt Kooperation mit Linken aus“. FDP-Fraktionschef Andreas Silbersack hat eine Zusammenarbeit mit den Linken nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ausgeschlossen. Er könne sich "niemals eine Tolerierung oder eine Kooperation mit den Linken vorstellen", sagte Silbersack in Magdeburg. Der FDP-Politiker betonte mit Blick auf die Vergangenheit der Linken, er sei in der DDR groß geworden. Sachsen-Anhalt sei 1989 baulich und auch gesellschaftlich in einem schlechten Zustand gewesen. So etwas wolle er nicht wiederhaben, so Silbersack.  Mit Blick auf die kürzlich gemeinsam mit den Linken verabschiedete Parlamentsreform sagte der FDP-Fraktionschef, da sei es vor allem um den Geschäftsbetrieb gegangen. Es sei aber etwas anderes, wenn man grundsätzlich fünf Jahre zusammenarbeiten wolle. Die Landtagswahl findet am 6. September statt. In Umfragen führt die AfD deutlich mit Werten um 40 Prozent, sie strebt eine Alleinregierung an. Möglicherweise könnten CDU, SPD und FDP nach der Wahl die Landesregierung nur dann weiter stellen, wenn sie mit der Linken punktuell kooperieren sollten. © dpa-infocom, dpa:260622-930-261888/1