Tierhaltung: Schweinebestand in Bayern steigt

Datum22.06.2026 11:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Schweinebestand in Bayern ist im Mai auf über 2,5 Millionen gestiegen, was den höchsten Wert seit 2021 darstellt. Dieser Anstieg, der vor allem Ferkel und Zuchtsauen betrifft, findet trotz sinkender Erzeugerpreise für Schweinefleisch statt. Landwirte beklagen, dass die aktuellen Preise von rund 1,50 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht nicht kostendeckend sind. Die Anzahl der Betriebe steigt leicht, doch die durchschnittliche Betriebsgröße wächst weiter.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tierhaltung“. Lesen Sie jetzt „Schweinebestand in Bayern steigt“. In Bayern gibt es wieder mehr Schweine. Zum Stichtag 3. Mai waren es 2.545.700 Tiere, wie das Landesamt für Statistik mitteilt. Das waren 112.600 mehr als ein Jahr zuvor. Es ist zudem der höchste Wert seit 2021. Die Zahlen sind allerdings noch vorläufig und umfassen nur Betriebe ab 50 Schweinen oder mindestens 10 Zuchtsauen. Der Zuwachs entfällt auf Ferkel, Jungschweine und Zuchtsauen, deren Zahlen um 33.200, 105.400 beziehungsweise 11.700 zunahmen. Dagegen gab es nur noch 1.150.300 Mastschweine - 37.500 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der Betriebe stieg ebenfalls - um 20 auf 3.290 - dennoch erhöhte sich die durchschnittliche Betriebsgröße von 744 auf 775 Tiere pro Betrieb. Noch vor zehn Jahren waren es nur 624 Tiere. Damals gab es im Freistaat mit gut 3,3 Millionen deutlich mehr Schweine, mit rund 5.300 aber auch sehr viel mehr Betriebe als heute. Die Branche ist allerdings in Schwierigkeiten, weil die Erzeugerpreise für Schweinefleisch gesunken sind. Obwohl mit der Grillsaison sonst oft die Preise steigen, sind sie aus Sicht der Landwirte zu niedrig. Bauernpräsident Joachim Rukwied sagte jüngst: "Bei Schweinefleisch sind wir jetzt bei 1,50 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht." Vor nicht langer Zeit seien es "deutlich über 2 Euro" gewesen. Da lege nun jeder Schweinehalter letztendlich Geld drauf. © dpa-infocom, dpa:260622-930-261507/1