Datum22.06.2026 11:02
Quellewww.zeit.de
TLDRDer neue Linken-Chef Luigi Pantisano entschuldigt sich für seine Äußerung, die CDU mache "faschistische Politik". Er räumt ein, die Aussage sei verkürzt und falsch gewesen und bittet die CDU um Entschuldigung, insbesondere jene, die eine klare Abgrenzung zur AfD betonen. Pantisano betont, die Unterscheidung innerhalb des demokratischen Spektrums nicht verwischen zu wollen, kritisiert aber weiterhin den "Rechtskurs der Union" und äußert Sorge über ein mögliches Zusammenrücken von CDU und AfD. Seine Äußerungen hatten teils empörte Reaktionen hervorgerufen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Parteitag“. Lesen Sie jetzt „Pantisano entschuldigt sich für Äußerung über die CDU“. Der neue Linken-Chef Luigi Pantisano entschuldigt sich für Aussagen über eine angeblich "faschistische Politik" der CDU. "Meine Aussage, es gebe derzeit keinen Unterschied zwischen der Politik der CDU und der AfD, war verkürzt und in dieser Form falsch", sagte Pantisano der Deutschen Presse-Agentur. "Dafür bitte ich um Entschuldigung, insbesondere bei denjenigen in der CDU, die immer wieder die Notwendigkeit einer klaren Brandmauer zur AfD betonen." Pantisano fügte hinzu: "Die Unterscheidung zwischen politischen Gegnern innerhalb des demokratischen Spektrums und denen, die die Demokratie abschaffen wollen, dürfen wir nicht verwischen." Er bekräftigte aber zugleich seine "grundlegende Kritik am Rechtskurs der Union". Dieser werde auf dem Rücken vieler Menschen im Land ausgetragen. "Ebenso bleibt meine Sorge über ein mögliches weiteres politisches Zusammenrücken von CDU und AfD bestehen", sagte Pantisano. "Diese Entwicklung bereitet mir große Sorgen." Pantisano hatte am Wochenende in einem "Bild"-Interview die CDU scharf angegriffen und gesagt: "Letztlich gibt es auch gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst." Mehrere Unionspolitiker wie CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann reagierten empört. Auch in der Linken gab es Irritationen. Pantisano hatte schon am Wochenende klargestellt, dass die Formulierung unglücklich und verkürzt sei. © dpa-infocom, dpa:260622-930-261542/1