Wohnungspolitik: Berliner SPD-Chef gegen Wohngeld-Kürzung

Datum22.06.2026 11:07

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Berliner SPD-Chef Steffen Krach kritisiert scharf die geplanten Kürzungen beim Wohngeld. Diese Maßnahme würde Millionen von Menschen treffen, die auf diese Unterstützung angewiesen sind, während Subventionen für Dienstwagen fortbestehen. Krach betont, dass sozialer Wohnungsbau und ein angepasster Mietendeckel die Lösung für bezahlbaren Wohnraum darstellen, nicht die Kürzung des Wohngeldes. Die Bundesregierung plant Einsparungen in Höhe von zwei Milliarden Euro.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wohnungspolitik“. Lesen Sie jetzt „Berliner SPD-Chef gegen Wohngeld-Kürzung“. Der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat die geplante Kürzung des Wohngelds deutlich kritisiert. "Ich weiß, dass die finanziellen Spielräume des Bundes eng geworden sind. Als Sozialdemokrat werde ich aber nicht akzeptieren, wenn am Wohngeld gekürzt werden soll, während das Privileg eines Dienstwagens weiter mit Milliarden Euro subventioniert wird", sagte der SPD-Landeschef laut einer Mitteilung. Millionen von Menschen seien auf das Wohngeld angewiesen.  Bisherige Empfänger von Wohngeld müssen wegen der Sparpläne der Bundesregierung einem Bericht zufolge künftig mit Einbußen rechnen, einige könnten sogar leer ausgehen. "Die Kürzungen beim Wohngeld werden leider alle bisherigen Empfänger betreffen", sagte Bundesbauministerin Verena Hubertz kürzlich der "Rheinischen Post". "Ein Drittel der bisherigen Wohngeldhaushalte wird rausfallen. Ein Teil davon sind Menschen, die aufgrund ihres Einkommens bislang gerade so noch antragsberechtigt sind." In bestehende Bescheide werde aber nicht eingegriffen. Wohngeld wird nach Angaben des Bauministeriums in der Regel für zwölf Monate bewilligt, unter bestimmten Umständen auch für 24 Monate. Danach muss es neu beantragt werden. Nach Informationen der "Rheinischen Post" hat Hubertz, die wie Krach SPD-Mitglied ist, einen Gesetzesentwurf in die Ressortabstimmung gegeben, der Einschnitte in Höhe von insgesamt zwei Milliarden Euro vorsehen soll. Andere Ministerien können nun Einschätzungen dazu abgeben, bevor ein Kabinettsbeschluss ansteht. "Für mich ist die Sicherung eines bezahlbaren Dachs über dem Kopf für Familien und Rentner wichtiger als die steuerliche Bevorzugung eines Managerautos", sagte Krach. Der Weg zu geringeren Wohngeldausgaben heiße sozialer Wohnungsbau und ein angepasster Mietendeckel. © dpa-infocom, dpa:260622-930-261558/1