Datum22.06.2026 08:02
Quellewww.zeit.de
TLDRDas US-Militär hat in der Karibik zwei mutmaßliche Drogenschmuggler auf einem Boot getötet, sechs weitere überlebten den Angriff. Das US-Südkommando Southcom wirft der Besatzung vor, auf bekannten Schmuggelrouten unterwegs gewesen zu sein. Die US-Armee führt seit September 2020 im Auftrag von Präsident Trump solche Angriffe durch, bei denen mindestens 206 Menschen ums Leben kamen. Die Angaben des Militärs sind nicht unabhängig überprüfbar.
InhaltIn der Karibik hat die US-Armee zwei Menschen getötet, die nach Militärangaben in Drogenschmuggel verwickelt sein sollen. Sechs Menschen hätten den Angriff überlebt. Die US-Armee hat bei einem erneuten Angriff auf ein Boot in der Karibik zwei Menschen getötet. Das Militär wirft der Besatzung des Bootes Drogenschmuggel vor. Sechs Menschen hätten den Angriff überlebt, teilte das für Lateinamerika zuständige US-Südkommando Southcom auf X mit. Das Boot sei demnach Geheimdiensterkenntnissen zufolge auf bekannten Schmuggelrouten in der Karibik unterwegs gewesen. Die Angaben des US-Militärs lassen sich nicht unabhängig prüfen. Southcom habe eigenen Angaben zufolge die US-Küstenwache über die "sechs männlichen Überlebenden" informiert. Die US-Armee machte keine weiteren Angaben zum Zustand der Überlebenden oder deren Rettung. Das US-Militär greift seit Anfang September letzten Jahres unter Anordnung von US-Präsident Donald Trump Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik an, mit denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden sollen. Seit Beginn des Einsatzes wurden nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP inzwischen mindestens 206 Menschen bei solchen Angriffen getötet. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.