Datum22.06.2026 06:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Seehundstation Friedrichskoog betreut derzeit 97 Heuler infolge der Hauptgeburtszeit. Die Station ist, zusammen mit Norddeich, eine von zwei offiziellen Aufnahmestellen für mutterlose Jungtiere in Deutschland. Ziel ist die Auswilderung der Tiere nach erfolgreicher Aufzucht, die aufwendige Fütterung und Vorbereitung für das Leben in Freiheit beinhaltet.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Seehundstation“. Lesen Sie jetzt „97 Heuler in der Seehundstation Friedrichskoog“. Die Geburtensaison der Seehunde ist im vollen Gange - und in der Seehundstation in Friedrichskoog (Kreis Dithmarschen) haben die Beschäftigten alle Hände voll zu tun. Aktuell befinden sich schon 97 Heuler in der Station (Stand: 19.6.2026). Das teilte die Seehundstation auf Anfrage mit. 31 Tiere sind demnach in Quarantäne und 66 im Aufzuchtbereich. Damit verlaufe die Saison ganz normal, sagte ein Sprecher der Station. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es am Stichtag 94 Heuler. Die Geburtenzeit der Seehunde im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer hat im Mai begonnen. Als erster Heuler der Saison wurde ein kleines Weibchen am 5. Mai auf Amrum gefunden und nach Friedrichskoog gebracht. Die Hauptgeburtszeit bei den Seehunden liegt zwischen Anfang Juni und Mitte Juli. Einige hundert Jungtiere werden mutterlos aufgefunden und in den Seehundstationen Friedrichskoog und Norddeich in Niedersachsen aufgezogen, bevor sie wieder ausgewildert werden. Die beiden Stationen sind nach einem internationalen Abkommen die einzigen berechtigten Aufnahmestellen für Heuler in Deutschland. Im Sommer werden in der Woche mehrere Tonnen Fisch gebraucht. Gefüttert wird viermal am Tag. Pro Fütterung bekommen die kleineren Seehunde zuerst drei Fische. Im Auswilderungsbecken sind es dann etwa acht große Fische. Bevor die Heuler Fisch fressen können, werden sie mit einer speziellen Lachsemulsion gefüttert. Anfangs - wenn das selbstständige Fressen noch schwerfällt - gibt es Hilfestellung. Später werden die Fische dann nur noch ins Wasser geworfen, um die Seehunde bestmöglich auf das Leben in Freiheit vorzubereiten. Ziel der Stationen ist nach Angaben der Seehundstation immer die Auswilderung der Seehunde. © dpa-infocom, dpa:260622-930-260512/1