Datum22.06.2026 02:40
Quellewww.zeit.de
TLDRKap Verde feiert WM-Märchen und holt 2:2 gegen Uruguay. Das Team kann sich bei der ersten WM-Teilnahme für die K.o.-Runde qualifizieren. Der Iran sichert sich ein 0:0 gegen Belgien und hat trotz Unterzahl Chancen auf das Weiterkommen. Spanien gewinnt souverän 4:0 gegen Saudi-Arabien.
InhaltWM-Neuling Kap Verde erzielt gegen Uruguay die ersten beiden WM-Tore – und hat Hoffnung auf die K.-o.-Runde. Der Iran holt einen Punkt gegen Belgien. Die Spielberichte Dem Überraschungsteam Kap Verde ist der nächste Coup bei der Fußballweltmeisterschaft gelungen. Sechs Tage nach dem sensationellen 0:0 gegen Titelfavorit Spanien erkämpfte sich der kleine Inselstaat ein 2:2 (1:2) gegen den zweimaligen Weltmeister Uruguay. Gegen den Gruppenletzten Saudi-Arabien hat das Team aus Westafrika am kommenden Samstag die Chance, sich gleich bei seiner ersten WM-Teilnahme für die K.-o.-Runde zu qualifizieren. Vor 64.003 Zuschauerinnen und Zuschauern in Miami brachte Kevin Pina Kap Verde mit dem ersten Tor in der WM-Geschichte des Landes in Führung. Der Defensivspieler aus der russischen Liga verwandelte einen Freistoß aus rund 30 Metern in der 21. Minute direkt. Uruguay zeigte sich regelrecht geschockt durch den Rückstand. Erst kurz vor der Pause wurde der Favorit zwingender und traf prompt doppelt: Die beiden Tore innerhalb von nur sieben Minuten erzielten Maxi Araujo (44.) und Agustin Canobbio (45.+6). Allerdings zeigte die Mannschaft von den Kapverden Moral: Nach dem Wechsel machte Uruguay den Fehler, die 2:1-Führung nur noch verwalten zu wollen. Das hielt Kap Verde im Spiel und Uruguay wurde mit einem slapstickartigen Ausgleich bestraft. Der drei Minuten vorher eingewechselte Helio Varela nutzte in der 61. Minute einen Fehlpass der Hintermannschaft Uruguays zum Ausgleich. Uruguay drängte in einer wilden Schlussphase auf ein drittes Tor und vergab noch mehrere gute Chancen. Ein Schuss von Brian Rodriguez wurde geblockt (86.), ein Freistoß von Fede Valverde flog knapp über das Tor (90.) und auch Canobbio schoss bei einem schnellen Konter daneben (90.+3). Am Ende sicherte sich jedoch das westafrikanische Team den zweiten WM-Punkt. Belgien hat seinen enttäuschenden WM-Start gegen den Iran fortgesetzt. In Los Angeles spielten die Belgier erneut nur unentschieden gegen eine starke iranische Verteidigung. Auch Romelu Lukaku, der im ersten Spiel gegen Ägypten nach seiner Einwechslung noch den entscheidenden Impuls zum Ausgleich gegeben hatte und gegen den Iran in die Startelf gerutscht war, konnte dieses Mal keine Akzente setzen. Den hohen Ballbesitzanteil konnten die Belgier nicht in Tore ummünzen. Im Abschluss wirkten sie oft zu ideenlos und scheiterten an der Defensive oder an Torwart Alireza Beiranvand, der vor allem mit einer Glanzparade in der 59. Minute überzeugte. Der Iran kam in wenigen Momenten vereinzelt zu guten Chancen, ein Tor wurde nach VAR-Überprüfung wegen Abseits aberkannt. In der 66. Minute erhielt Nathan Ngoy dann die Rote Karte und Belgien musste in Unterzahl weiterspielen. Das leitete eine spannende Schlussphase ein, in der beide Teams auf den Sieg drängten und sich mehrere Torschüsse herausspielten. Der Siegtreffer blieb aber aus. Lesen Sie hier den ganzen Spielbericht. Am Abend hat bereits Spanien mit einem eindeutigen Sieg gegen Saudi-Arabien seine Klasse gezeigt. In Atlanta gewann der Europameister mit 4:0 und machte damit einen großen Schritt Richtung K.-o.-Runde. Youngstar Lamine Yamal stand dieses Mal in der Startelf und brachte sein Team früh in Führung (11. Minute), kurz darauf schoss Mikel Oyarzabal zwei weitere Tore (21. und 24.). Es war die frühe Entscheidung in einem Spiel, in dem Saudi-Arabien chancenlos blieb. Mit einem Eigentor – dem bereits achten bei dieser WM – von Hassan Al-Tambakti nach dem Seitenwechsel (49.) war das Endergebnis besiegelt. Ein vermeintliches Tor zum 5:0 von Ferran Torres wurde wegen Abseits nicht gezählt. Anders als gegen Kap Verde trat Spanien dieses Mal erwartungsgemäß dominant auf und suchte konsequent nach Abschlüssen. Dem hatte die saudische Abwehr nichts entgegenzusetzen. Entsprechend verdient war auch der klare Sieg. Saudi-Arabien muss nach zwei Spielen mit nur einem Punkt und einer Tordifferenz von minus vier um das Weiterkommen bangen. Lesen Sie hier den gesamten Spielbericht.