Datum22.06.2026 00:01
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Baukonzern Hochtief ist neu im Dax und zählt nun zu den 40 führenden deutschen Börsenunternehmen. Dieser Aufstieg ist das Ergebnis eines starken Aktienkurswachstums, bedingt durch hohe Nachfrage nach Rechenzentren für KI, Infrastrukturprojekte und Verteidigungsausgaben. Trotz geringer Streubesitzanteile sichert der hohe Börsenwert den Platz im Index. Hochtief ist eine führende globale Baufirma mit Projekten weltweit und Tochtergesellschaften wie Turner und Cimic.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Aufstieg“. Lesen Sie jetzt „Hochtief-Aktien immer wertvoller: Baukonzern jetzt im Dax“. Der Baukonzern Hochtief ist seit heute im Dax. Das Unternehmen wird damit zu den 40 führenden börsennotierten Firmen in Deutschland gezählt. Hochtief verdrängt dort den Volkswagen-Großaktionär Porsche SE, der in den Index für mittelschwere Werte MDax absteigt. Hochtief steigt zum ersten Mal in den deutschen Leitindex auf. Wichtig sind die Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes real nachbilden. Dort muss dann entsprechend umgeschichtet und umgewichtet werden. Die Aufnahme in den Dax folgt genau festgelegten Regeln. Entscheidend für Auf- oder Abstieg sind der Wert der Streubesitzaktien an einem bestimmten Tag sowie die Handelsumsätze an der Börse. Alle drei Monate wird überprüft, welche Unternehmen in die Indizes Dax, TecDax, MDax und SDax aufgenommen werden oder sie verlassen müssen. Der Anfang Juni angekündigte Aufstieg von Hochtief in den Dax kommt nach einem starken Lauf der Aktien in den vergangenen Monaten nicht überraschend. Das Essener Unternehmen profitiert massiv vom Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) - vor allem in den USA - aber auch von milliardenschweren Infrastrukturprogrammen sowie steigenden Verteidigungsausgaben in vielen Ländern. Der Aktienkurs hat sich binnen eines Jahres mehr als verdreifacht. Ein Börsenwert von rund 38 Milliarden Euro reicht für den Dax, auch wenn nur rund 20 Prozent der Hochtief-Aktien im Streubesitz sind. Die übrigen 80 Prozent liegen in den Händen des spanischen Bau- und Infrastrukturriesen ACS, der schon seit Mitte 2011 bei Hochtief das Sagen hat. Die bei Hochtief gebündelten Geschäfte machen den Großteil der ACS-Aktivitäten aus. 2025 entfielen gut drei Viertel des ACS-Konzernumsatzes auf Hochtief-Unternehmen. Die Hochtief AG in Essen ist die Konzernobergesellschaft für ein weltweit verzweigtes Geflecht von großen Baufirmen. Gebaut wird fast alles: Wolkenkratzer und Krankenhäuser, Straßen und Brücken, Tunnel und Flughäfen. Aber auch Anlagen für die Energiewende wie Solarparks, Rechenzentren, Bergbauanlagen und militärische Infrastruktur errichten die zu Hochtief gehörenden Unternehmen. Den größten Teil des Geschäfts macht der Baukonzern mit seinen Auslandstöchtern Turner (USA) und Cimic (Australien). Ende 2025 beschäftigte der Konzern rund 61.500 Menschen, davon knapp 3.700 in Deutschland. Vorstandschef ist Juan Santamaría Cases, der auch CEO von ACS ist. © dpa-infocom, dpa:260621-930-259852/1