Identitäre Bewegung: Rechtsextreme besetzen zeitweise Hermannsdenkmal bei Detmold

Datum21.06.2026 22:33

Quellewww.zeit.de

TLDRMitglieder der rechtsextremen Identitären Bewegung besetzten das Hermannsdenkmal bei Detmold und zündeten Pyrotechnik. Ziel war die Demonstration gegen den Ausbau von Windkraft. Einer der Demonstranten, ein 21-jähriger Schweizer, kletterte auf das Denkmal und hielt sich dort Stunden auf, bevor er abgeführt wurde. Die Polizei ermittelt u.a. wegen Hausfriedensbruchs, Volksverhetzung und illegaler Pyrotechnik. Die Identitäre Bewegung ist in Deutschland vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.

InhaltMitglieder der Identitären Bewegung haben auf dem Hermannsdenkmal gegen den Windkraftausbau demonstriert. Eine Person wurde abgeführt. Der Staatschutz ermittelt. Rechtsextreme der Identitären Bewegung haben das Hermannsdenkmal bei Detmold vorübergehend besetzt und dort Pyrotechnik gezündet. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtete, soll auch ein Banner an dem Denkmal aufgehängt worden sein. Einer der Männer kletterte laut Polizei mit einem Seil gesichert von einem Balkon aus weiter nach oben auf das Denkmal und harrte dort mehrere Stunden aus. Der Rest der Gruppe sei geflüchtet. Der Mann auf dem Denkmal – ein 21-jähriger Schweizer – habe sich gegenüber der Polizei unkooperativ gezeigt. Als er nach Stunden wieder herabkletterte, wurde er von Polizeibeamten mit zur Wache genommen. Die Polizei prüfe nun, welche Straftatbestände sie dem jungen Mann vorwerfe. Den Angaben zufolge geht es unter anderem um Hausfriedensbruch, Verdacht der Volksverhetzung und Abbrennen von illegaler Pyrotechnik. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa wollten die Rechtsextremen mit der Besetzung des Denkmals gegen den Ausbau von Windkraft demonstrieren.  Die Identitäre Bewegung ist eine rechtsextreme, europaweit aktive Bewegung, die sich gegen Einwanderung wendet. In Deutschland wird sie vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft und beobachtet. Aufgrund des politischen Hintergrundes der Aktion übernahm der Staatsschutz der Polizei Bielefeld die Ermittlungen.