Polizeieinsatz: Rechtsextreme besetzen Hermannsdenkmal

Datum21.06.2026 20:52

Quellewww.zeit.de

TLDRMitglieder der rechtsextremen Identitären Bewegung zündeten Pyrotechnik und hissten ein Banner am Hermannsdenkmal in Detmold. Ein 21-jähriger Demonstrant kletterte stundenlang auf das Denkmal. Die Gruppe protestierte gegen den Ausbau von Windkraft. Der Mann wurde nach seiner Rückkehr zur Polizei gebracht; Ermittlungen wegen Hausfriedensbruch, Volksverhetzung und illegaler Pyrotechnik laufen. Der Staatsschutz ermittelt aufgrund des politischen Motivs. Die Identitäre Bewegung wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Polizeieinsatz“. Lesen Sie jetzt „Rechtsextreme besetzen Hermannsdenkmal“. Rechtsextreme der Identitären Bewegung haben das Hermannsdenkmal bei Detmold besetzt und dort Pyrotechnik gezündet und ein Banner aufgehängt. Einer der Männer kletterte anschließend von einem Balkon aus weiter nach oben auf das Denkmal und blieb dort mehrere Stunden. Er hatte sich nach Polizeiangaben mit einem Seil gesichert. Gegenüber der Polizei habe sich der Mann unkooperativ gezeigt, hieß es. Der Rest der Gruppe sei geflüchtet.  Als der 21-Jährige Schweizer schließlich nach Stunden wieder herabkletterte, wurde er von den Polizeibeamten mit zur Wache genommen. Welche Straftatbestände dem jungen Mann nun vorgeworfen werden, werde geprüft, hieß es - unter anderem geht es um Hausfriedensbruch, Verdacht der Volksverhetzung und Abbrennen von illegaler Pyrotechnik.  Mit der Aktion wollten die Rechtsextremen gegen Windkraftausbau demonstrieren. Die Identitäre Bewegung ist eine rechtsextreme, europaweit aktive Bewegung, die sich gegen Einwanderung wendet. In Deutschland wird sie vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft und beobachtet. Aufgrund des politischen Hintergrundes der Aktion übernahm der Staatsschutz der Polizei Bielefeld die Ermittlungen. © dpa-infocom, dpa:260621-930-259655/1