Datum21.06.2026 14:47
Quellewww.zeit.de
TLDRDie rechtsextremen Freien Sachsen wollen das Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Aue anfechten, bei der der CDU-Kandidat Marcus Hoffmann gewann. Sie bemängeln angeblichen Wahlbeeinflussung und eine hohe Zahl ungültiger Briefwahlstimmen. Stefan Hartung, der unterlegene Kandidat der Freien Sachsen, und Parteichef Martin Kohlmann haben dies in einem Video angekündigt und laut Medienberichten schriftlich Einspruch eingelegt. Die Briefwahl war entscheidend für Hoffmanns Sieg.
InhaltDie rechtsextremen Freien Sachsen wollen das amtlich verkündete Wahlergebnis der Bürgermeisterwahlen in Aue anfechten. Gewonnen hatte die Wahl der Kandidat der CDU. Die rechtsextremen Freien Sachsen haben nach eigenen Angaben Einspruch gegen das Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema eingelegt. Gewonnen hatte die Wahl der CDU-Kandidat Marcus Hoffmann. Der unterlegene Kandidat Stefan Hartung und der Parteivorsitzende Martin Kohlmann sagten am Freitag in einem Video, sie gingen gegen das Wahlergebnis vor. Das Video verbreitete die Partei in sozialen Netzwerken. In einem 15-seitigen Brief listet Kohlmann Hinweise auf angebliche Rechtsverstöße auf – darunter vermeintliche Wahlbeeinflussung durch Dritte und eine aus Sicht der Partei ungewöhnlich hohe Anzahl ungültiger Stimmen in einem Briefwahlbezirk. Ob das Schreiben bereits beim Landratsamt des Erzgebirgskreises eingegangen ist, wurde von offizieller Seite noch nicht bestätigt. Zuvor hatte die "Freie Presse" berichtet. Die Briefwahl hatte am Wahlabend des 7. Juni den Ausschlag zugunsten des CDU-Kandidaten Hoffmann gegeben. Er kam auf 5.007 Stimmen, der Kandidat der Freien Sachsen, Stefan Hartung, auf 4.499. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.