Badeunfälle: Drei Menschen an diesem Wochenende gestorben – drei Schwimmer werden vermisst

Datum21.06.2026 13:58

Quellewww.spiegel.de

TLDRBei hochsommerlichen Temperaturen suchen viele Menschen Abkühlung in Gewässern. Dieses Wochenende forderten Badeunfälle bereits drei Todesopfer. In Hessen werden drei Schwimmer nach dem Baden im Rhein vermisst. Die unterschätzten Gefahren durch Strömungen und Überschätzung der eigenen Fähigkeiten führen zu zahlreichen Ertrinkungsfällen. Einige Städte wie Düsseldorf, Köln, Neuss und Duisburg haben das Baden im Rhein bereits verboten.

InhaltDie Hitze lockt in Seen und Flüsse. Doch viele unterschätzen die Gefahren in diesen Gewässern. Deutschland schwitzt bei hochsommerlichen Temperaturen. Viele Menschen suchen Abkühlung in Flüssen oder Seen, unterschätzen aber die Gefahr. Allein an diesem Wochenende starben bereits drei Menschen. In Hessen werden zudem drei Menschen nach dem Baden im Rhein bei der Gemeinde Biblis vermisst. "Wir müssen von dem Schlimmsten ausgehen", sagte eine Polizeisprecherin am Sonntagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Suchmaßnahmen waren zunächst nicht mehr geplant. Ein 50-Jähriger, der am Samstagnachmittag zum Schwimmen ging, kehrte bis zum Abend nicht zurück, wie die Polizei mitteilte. Während der Suche wurde die Besatzung eines Polizeibootes von Passanten vom Ufer aus darauf aufmerksam gemacht, dass zwei 23- und 27-jährige Nichtschwimmer im Rhein untergegangen seien, wie es weiter hieß. Sofortige Suchmaßnahmen seien auch in diesem Fall zunächst erfolglos geblieben. Die Strömung werde unterschätzt, sagte eine Polizeisprecherin am Morgen. Immer wieder wird vor der Gefahr gewarnt, trotzdem wagen sich Menschen ins Wasser. Städte wie Düsseldorf, Köln, Neuss und Duisburg haben das Baden im Rhein mittlerweile verboten, nachdem Jahr für Jahr Badende von der Strömung fortgerissen wurden und in dem Fluss gestorben sind. Jährlich ertrinken in Deutschland etwa 400 Menschen, vorwiegend in Teichen und Seen oder Bächen und Flüssen. Viele Schwimmer überschätzen ihre Fähigkeiten und unterschätzen die Risiken der jeweiligen Badegewässer, etwa Strömungen. Was sie wissen sollten, um möglichst sicher zu schwimmen und zu baden, lesen Sie hier : In Baden-Württemberg ertrank am Samstag ein 23-Jähriger in einem Badesee in Rheinstetten bei Karlsruhe. Einsatzkräfte der Feuerwehr, DLRG, Polizei und des Rettungsdienstes hätten den Mann tot aus dem Wasser geborgen, teilte ein Polizeisprecher mit. Demnach hatte eine Zeugin am Samstag beobachtet, dass der Schwimmer beim Baden nicht mehr auftauchte. Sie alarmierten die Rettungskräfte. Boote und Taucher suchten das Gewässer nach dem Vermissten ab. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz, sagte der Sprecher. Nach rund eineinhalb Stunden fanden die Einsatzkräfte den 23-Jährigen im Wasser und konnten ihn nur noch leblos bergen. Wie es zu dem Badeunfall kam, ist noch unklar. In Gelsenkirchen ist ein 16 Jahre alter Jugendlicher bei einem Badeunfall ums Leben gekommen. Er sei am Samstagabend in den Rhein-Herne-Kanal gesprungen und nicht wieder aufgetaucht, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Angehörige wählten den Notruf und suchten im Wasser nach dem Jugendlichen. Taucher der Feuerwehr hätten ihn dann relativ schnell gefunden, sagte der Sprecher. Rettungskräfte hätten versucht, ihn zu reanimieren, und ihn ins Krankenhaus gebracht. Dort sei er leider gestorben, sagte ein Sprecher der Polizei. Einen tödlichen Badeunfall hat es auch in einem See in Dörfles-Esbach im Landkreis Coburg gegeben. Ein 24 Jahre alter Mann sei am Freitagabend zum Schwimmen gegangen und nicht zurückgekehrt, teilte die Polizei am Samstag mit. Seine Begleiter hätten einen Notruf getätigt. Der 24-Jährige sei von Rettungstauchern geborgen worden. In einem Krankenhaus sei wenig später sein Tod festgestellt worden. Die Kripo Coburg ermittelt nun zu den Todesumständen.