Unwetter und Hitzerekorde: Wo es am Sonntag heftig wird

Datum21.06.2026 11:00

Quellewww.spiegel.de

TLDRAm Sonntag drohen in Ostdeutschland schwere Unwetter, insbesondere in Brandenburg und Sachsen, mit Starkregen, Hagel und Orkanböen. Ursache sind hohe Temperaturen über 30 Grad und feuchtwarme Luft. Gleichzeitig warnt der DWD vor extremer Hitze im Westen, mit Rekordtemperaturen von bis zu 39 Grad im Südwesten. Hitzewarnungen gelten bundesweit. Betroffene sollen sich vor plötzlich entstehenden Gewittern schützen und Hitze meiden.

InhaltDas Sommerwetter zeigt sich von seiner unangenehmen Seite: Neben extremer Hitze soll es auch zu starken Unwettern kommen. Besonders gefährlich sind überraschend auftretende Gewitter. Während am frühen Sonntagmorgen bereits über den Westen Deutschlands heftige Gewitter gezogen sind, müssen sich nun andere Gegenden auf Unwetter gefasst machen. Laut der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist insbesondere Ostdeutschland betroffen. Bis zum Mittag liegt der Gewitterschwerpunkt demnach in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Teilweise liege das an einer Gewitterfront, die aus Niedersachsen kommend im Tagesverlauf nach Osten zieht. Gleichzeitig würden aber auch stetig neue Gewitter entstehen, etwa über dem Thüringer Wald. Verantwortlich dafür ist schwüle, heiße Luft. "Die Luftmasse birgt heute das Potenzial, dass örtlich wirklich kräftige Gewitter sich noch entwickeln können, die in den Unwetterbereich gehen", erklärt ein Sprecher des DWD in Leipzig. Verbreitet liegen die Temperatur-Höchstwerte heute laut Prognose erneut über der 30-Grad-Marke. Dies sorge zusammen mit hoher Luftfeuchte für reichlich Gewitterpotenzial, so der Experte. "Ab dem Nachmittag und Abend verlagern sich die Gewitter eher über Ostthüringen, das östliche Sachsen-Anhalt weiter nach Brandenburg und Sachsen", erklärt der DWD-Sprecher. Den Schwerpunkt für Gewitter bis zu schweren Unwettern werden dabei nach aktuellen Prognosen heute das südliche Brandenburg und Ostsachsen bilden. Dort seien "zumindest unwetterartige Gewitter zu erwarten". Teilweise könne auch die höchste Warnstufe erreicht werden. In dem Fall gelte unmittelbare Gefahr für Leib und Leben, neben Blitzeinschlägen kann es zu extrem heftigem Starkregen und Hagelschlag verbunden mit Orkanböen. Ein Blick auf die Wetter-App am Morgen reicht nicht aus, um sich zu schützen. "Vor allem die ortsgenaue Vorhersage sommerlicher Wärmegewitter ist extrem schwierig", heißt es vom DWD. Denn solche Gewitter entstünden oft innerhalb weniger Minuten. Wer vom Unwetter überrascht wird, soll nach Empfehlung der Experten Abstand von Bäumen, Masten und Gewässern halten und darauf achten, nicht der höchste Punkt in der Umgebung zu sein. Wer in Gruppen unterwegs ist, sollte deutlichen Abstand zueinander halten, mindestens einen Meter. Bei einem Blitzeinschlag während eines Sportfestes wurden in Rastatt in der Nacht zum Samstag neun Menschen verletzt. Neben den Unwettern warnt der DWD auch vor extremer Hitze, für weite Teile Deutschlands gelten am Sonntag Hitzewarnungen , was für Menschen zu einer Vielzahl gesundheitlicher Probleme führen kann. Der DWD rät dazu, sofern möglich die Hitze zu vermeiden, genug Wasser zu trinken und die Innenräume kühl zu halten. Im Breisgau werden am Sonntag bis zu 38 Grad erwartet. Frankreich hat wegen der Hitzewelle teilweise Alkoholverbote erlassen. Der Südwesten Deutschlands steuert auf den bislang heißesten Tag des Jahres zu. Für Montag werden bis zu 39 Grad erwartet. Damit könnte sogar der bisherige Temperaturrekord in Baden-Württemberg für einen Juni wackeln. Dieser liegt bei 38,9 Grad – gemessen am 30. Juni 2019 in Mannheim. Die ist nicht nur für Menschen eine Gefahr. Auf der Autobahn 13 von Dresden Richtung Schönefelder Kreuz kam es zwischen der Anschlussstelle Duben am Rande des Spreewalds und Freiwalde (Landkreis Dahme-Spreewald) zu Verkehrsbehinderungen wegen Fahrbahnschäden. Vergleichen Sie hier mit dem interaktiven SPIEGEL-Tool, wie warm es aktuell in Deutschland ist.