Datum21.06.2026 10:03
Quellewww.spiegel.de
TLDRUS-Vizepräsident JD Vance reist in die Schweiz, um die Gespräche mit dem Iran fortzusetzen und das Rahmenabkommen für ein Ende des Irankriegs zu konkretisieren. Ziel sind Einigungen zur Atomfrage und zur Waffenruhe im Libanon. Trotz angespannter Lage und unterbrochener Dialoge, auch wegen der Straße von Hormus, zeigt sich Vance optimistisch. Pakistan und Katar nehmen als Vermittler teil.
InhaltDie Gespräche zwischen den USA und Iran sollen fortgesetzt werden. Vermittler und Vertreter der Kriegsparteien sind auf dem Weg in die Schweiz. JD Vance hofft auf Einigungen zu Teherans Atomfrage und der Waffenruhe im Libanon. US-Vizepräsident JD Vance ist in der Schweiz eingetroffen. Dort sollen heute die Gespräche zwischen den Kriegsparteien USA und Iran beginnen. Ziel ist es, das vergangene Woche unterzeichnete Rahmenabkommen für ein Ende des Irankriegs zu konkretisieren. Eine endgültige Vereinbarung, auch zum Umgang mit Teherans umstrittenem Atomprogramm, soll dem Rahmenabkommen zufolge innerhalb von 60 Tagen ausgehandelt werden. Die Gespräche gerieten nach der Verkündung des Rahmenprogramms wieder ins Stocken, da Israel und die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon sich trotz vereinbarter Waffenruhe mit Angriffen überzogen. Iran verkündete deshalb am Samstag eine Schließung der Straße von Hormus. Trump drohte mit einer US-Maut. Die Meerenge war infolge des Rahmenabkommens gerade erst wieder schrittweise geöffnet worden. Schon für Freitag geplante Gespräche in der Schweiz wurden daher abgesagt. Nun soll es aber losgehen. An den Treffen im Luxusresort Bürgenstock unweit von Luzern sollen neben den Kriegsparteien auch Vertreter der Vermittler Pakistan und Katar teilnehmen. JD Vance zeigte sich vor dem Abflug vorsichtig optimistisch: "Ich denke, wir werden hoffentlich Fortschritte in der Atomfrage erzielen und auch in der Frage der Waffenruhe im Libanon vorankommen", sagte er. Vance sagte zudem, dass sich der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, sowie der US-Sondergesandte Steve Witkoff bereits in der Schweiz befänden. Sie kümmerten sich um technische Aspekte dieser Verhandlungen. Nach seinem Eindruck liefen die Dinge gut. Von iranischer Seite sollen unter anderem Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf als Verhandlungsführer und Außenminister Abbas Araghchi teilnehmen. Für den Vermittler Pakistan reiste unter anderem Premierminister Shehbaz Sharif an. Es war zunächst unklar, wie lange die Gespräche auf Ebene der Verhandlungsführer dauern sollten. Denkbar schien zum Beispiel, dass nach einem Auftakt zunächst für bestimmte Themen Arbeitsgruppen gebildet werden, die dann auf niedrigerer Ebene weiterverhandeln.