Washington D.C.: Trump begründet Probleme am Reflecting Pool mit Vandalismus

Datum21.06.2026 09:24

Quellewww.zeit.de

TLDRNach kostspieliger Renovierung erstrahlt der Reflecting Pool in Washington D.C. grün statt blau. Algenblüten, ein bekanntes Problem, sind trotz der Arbeiten aufgetreten. US-Präsident Trump reklamiert nun Vandalismus als Ursache für Schäden und das Abblättern der Farbe, während Medien auf ältere Probleme und hohe Kosten verweisen. Dies geschieht kurz vor den Feierlichkeiten zum 250. Gründungstag der USA.

InhaltDer Reflecting Pool erstrahlt grün statt blau. Nach teuren Renovierungsarbeiten blättert außerdem Farbe ab – und der US-Präsident spricht v0n angeblichem Vandalismus. Für viele Millionen Dollar ließ Donald Trump den Reflecting Pool am Lincoln-Denkmal in Washington D.C. renovieren – doch seit Tagen muss der US-Präsident negative Schlagzeilen darüber erdulden. Grund dafür sind Algen, die sich in dem Wasserbecken ausgebreitet haben. Zudem scheint die neue Farbe am Boden des Beckens teilweise abzublättern. Trump hat nun angeblichem Vandalismus als Ursache des Problems aufgeführt. Die Renovierungsarbeiten hätten "perfekt funktioniert", schrieb der US-Präsident auf seiner Onlineplattform, bevor es zu "schändlichem Vandalismus" gekommen sei. Unbekannte hätten dem Becken mit "irgendeiner Art Messer oder Klinge" einen rund 75 Meter langen Schnitt zugefügt, sowie "ätzende und zerstörerische Chemikalien in das Becken" geschüttet. Die Behörden müssten "wahrscheinlich" einen Großteil des Wassers in dem Becken ablassen, um die notwendigen Reparaturen umzusetzen. "Aber wir werden sie so schnell wie möglich erledigen lassen", schrieb Trump. In den USA ist der Zustand des Beckens schon seit Tagen in den Schlagzeilen. Trump hatte versprochen, das Becken werde durch einen Anstrich des Bodens in "Amerikaflaggen-blau" leuchten. Doch nach den Renovierungsarbeiten nahm das Wasser eine sumpfig-grüne Färbung an. US-Medien berichteten, die Algenblüte sei noch schlimmer als vor den Arbeiten. Algenblüte ist angesichts der oft schwülwarmen Temperaturen in Washington D.C.  schon seit Eröffnung des Beckens 1922 ein Problem. Für Trump kommt das vor den anstehenden Feiern zum 250. Gründungstag der USA zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Er ließ deshalb das Becken entleeren und den grauen Boden mit Pool-Farbe streichen. Diese blättert nun an vielen Stellen ab.  Berichten zufolge kosteten die Arbeiten rund 14 Millionen Dollar (zwölf Millionen Euro), fast zehnmal so viel wie von Trump angegeben. Washington sehe "besser aus denn je", teilte das Weiße Haus mit, als am 4. Juni wieder Wasser eingelassen wurde. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.