Rentenkommission: Linkspartei kritisiert Vorschläge für Rentenreform

Datum21.06.2026 05:36

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Linkspartei kritisiert die Vorschläge der Rentenkommission scharf. Hauptkritikpunkt sind die erwarteten Rentenkürzungen und die Verlängerung der Lebensarbeitszeit, die vor allem Geringverdiener treffen würden. Die Abschaffung der Rente mit 63 und die Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung werden als realitätsfern und als mangelnde Anerkennung von Lebensleistung bemängelt. Die Linke fordert eine Stärkung der gesetzlichen Rente.

InhaltDie Vorschläge der von der Regierung eingesetzten Kommission für eine Rentenreform stoßen bei der Linken auf Kritik. Diese träfen vor allem Geringverdiener, hieß es. Die Linkspartei hat die Vorschläge der Rentenkommission für eine Reform der Rentenversicherung kritisiert. Diese seien "nichts anderes als massive Rentenkürzungen, bei denen die Union laut in die Hände klatscht", sagte die rentenpolitische Sprecherin der Partei, Sarah Vollath, der Rheinischen Post. "Diese Kürzungen werden vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen hart treffen, die Tag für Tag unseren Wohlstand erarbeiten", sagte Vollath. "Schon heute schaffen es viele Menschen nicht, bis 67 zu arbeiten. Jetzt will die Rentenkommission das Arbeitsleben noch weiter verlängern." Dies sei "ein absolutes Unding und völlig realitätsfern". Vollath kritisierte auch die Empfehlung, den früheren Renteneintritt ohne Abschläge nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen. "So sieht doch keine Anerkennung von Lebensleistung aus", sagte sie. Auch der Schritt in Richtung Kapitaldeckung sei ein "großer Fehler". "Wir brauchen endlich wieder eine starke gesetzliche Rente, auf die die Menschen sich verlassen können." Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission will ihren Bericht am Dienstag übergeben und vorstellen. Die Reformideen beinhalten unter anderem, die Rente mit 63 Jahren abzuschaffen und das Rentenalter an die durchschnittliche Lebenserwartung zu koppeln.