Datum20.06.2026 15:06
Quellewww.zeit.de
TLDRUN-Menschenrechtskommissar Volker Türk kritisiert die verschärfte EU-Asylpolitik scharf. Er bemängelt, dass die EU ihre menschenrechtlichen Verpflichtungen durch die Einrichtung von Abschiebezentren in Drittländern auslagert. Türk warnt vor einem erhöhten Risiko von Menschenrechtsverletzungen und betont, dass Menschenwürde und Menschenrechte im Zentrum stehen müssen, sowohl rechtlich als auch praktisch. Die EU billigte zuvor eine Rückführungsverordnung, die mehr Abschiebungen ermöglichen soll.
InhaltUN-Menschenrechtskommissar Volker Türk sieht durch neue EU-Asylregeln Menschenrechte gefährdet. Die EU könne ihre Pflichten nicht an Drittländer auslagern, sagte er. Der UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat die EU für die Verschärfung ihrer Abschiebe- und Asylregeln kritisiert. Die neue Migrationspolitik erlaubt unter anderem Abschiebezentren in Drittländern außerhalb der EU. Die Mitgliedstaaten könnten ihre menschenrechtlichen Verpflichtungen nicht "einfach an Drittländer auslagern", sagte Türk. Das EU-Parlament hatte zuvor die Rückführungsverordnung gebilligt, die mehr Abschiebungen ermöglichen soll. Türk sprach von einem hohen Risiko von Menschenrechtsverletzungen bei der Rückführung schutzbedürftiger Menschen. Der Schutz der Menschenrechte und die Wahrung der Menschenwürde müssten "sowohl in der Praxis als auch im Recht" im Mittelpunkt stehen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.