Datum20.06.2026 12:42
Quellewww.spiegel.de
TLDRIm Chempark Dormagen traten 25 Mitarbeiter nach Austritt einer phosgenhaltigen Flüssigkeit Verletzungen auf. Sie wurden hospitalisiert. Sicherheitsmaßnahmen wie eine Dampf-Ammoniak-Wand stoppten die Leckage. Die Polizei ermittelt zur Ursache. In den angrenzenden Wohngebieten wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Phosgen wird zur Herstellung von Pharmazeutika und Pflanzenschutzmitteln verwendet.
InhaltIm Chempark Dormagen ist eine phosgenhaltige Flüssigkeit ausgetreten. Mitarbeiter mussten in Krankenhäusern behandelt werden, die Polizei ermittelt zur Ursache. Beim Austritt einer giftigen Chemikalie im Chempark Dormagen in Nordrhein-Westfalen sind 25 Mitarbeitende verletzt worden. Sie wurden vom Rettungsdienst versorgt und zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht, teilte der Chempark mit. Beim ausgetretenen Stoff soll es sich demnach um phosgenhaltige Flüssigkeit gehandelt haben. Wie schwer die Verletzungen sind, ist laut Feuerwehr Köln im Moment nicht bekannt. Auch sei nicht klar, ob die Mitarbeitenden den Stoff eingeatmet hätten, so eine Sprecherin des Chemparks zur Nachrichtenagentur dpa. "Im unmittelbaren Bereich tragen die Mitarbeiter alle Phosgen-Warnplaketten, die eine Kontamination mit Phosgen anzeigen", sagte die Sprecherin. "Und die haben angeschlagen." Die für einen solchen Fall vorinstallierten Sicherheitsmaßnahmen zur Neutralisierung des Stoffes hätten sofort gegriffen, so der Chempark. Dazu sei eine Dampf-Ammoniak-Wand ausgelöst worden. Die Phosgen-Wolke sei dadurch schnell gestoppt worden. Wie es zu dem Vorfall kam, sei noch nicht bekannt. Die Polizei Köln hat Ermittlungen zur Ursache aufgenommen. "Wir sind da noch mitten in der Aufnahme am Schadensort", sagte ein Polizeisprecher. Messfahrzeuge der Werksfeuerwehr und der Berufsfeuerwehren Köln und Dormagen hätten in den angrenzenden Wohngebieten kontrolliert und keine Auffälligkeiten festgestellt, so der Chempark. Phosgen wird unter anderem als Ausgangsstoff zur Herstellung von Vorprodukten für Pflanzenschutzmittel und Pharmazeutika genutzt. Im Chempark sind rund 70 Unternehmen aus der Chemiebranche mit Produktionsanlagen angesiedelt.